Eine Wärmepumpe mit Photovoltaik zu kombinieren ist eine der effizientesten Möglichkeiten, Heizkosten dauerhaft zu senken. Wer mit Solarstrom heizen möchte, steigert den Eigenverbrauch auf bis zu 70 % und reduziert die Betriebskosten der Wärmepumpe um 40 bis 60 %. Gleichzeitig sinken die Kosten für Wärmepumpe und Photovoltaik durch aktuelle Förderungen erheblich.
Als regionaler PV-Komplettanbieter in Ennepetal planen und installieren wir bei ENnergy die passende Photovoltaikanlage für Ihr Heizsystem. In diesem Ratgeber erfahren Sie, warum die Wärmepumpe PV Kombination so effektiv ist, was sie kostet und worauf Sie bei der Planung achten sollten.
Das Wichtigste in Kürze
- Eigenverbrauch: PV + Wärmepumpe steigert den Eigenverbrauch von ca. 30 % auf bis zu 70 %
- Heizkosten: Bis zu 60 % geringere Betriebskosten durch eigenen Solarstrom
- Förderung: Bis zu 70 % Zuschuss für die Wärmepumpe über die BEG-Förderung (KfW)
- Kosten: Kombisystem ab ca. 35.000 € – nach Förderung deutlich günstiger
- PV steuerfrei: 0 % MwSt. auf Solaranlagen bis 30 kWp seit 2023 – eine Gewerbeanmeldung für Photovoltaik ist in den meisten Fällen nicht erforderlich
Warum lohnt sich eine Wärmepumpe mit Photovoltaik?
Die Photovoltaik Heizung ist kein Zukunftsprojekt mehr, sondern bewährte Technik. Eine Luft-Wasser-WärmepumpeDie häufigste Wärmepumpenart: Nutzt die Außenluft als Wärmequelle und gibt die Energie an das Heizungswasser ab. erzeugt aus einer Kilowattstunde Strom drei bis fünf Kilowattstunden Wärme. Als Alternative oder Ergänzung eignet sich auch eine Infrarotheizung mit Photovoltaik, insbesondere in gut gedämmten Räumen. Kommt der Strom von der eigenen PV-Anlage, heizen Sie nahezu kostenlos.
Ohne PV-Anlage
- Netzstrom ca. 35 ct/kWh
- Heizkosten ~1.400 €/Jahr
- Eigenverbrauch: 0 %
- CO₂-Ausstoß: moderat
Mit PV-Anlage
- Solarstrom ca. 8-10 ct/kWh
- Heizkosten ~600 €/Jahr
- Eigenverbrauch: bis 70 %
- CO₂-Ausstoß: nahezu null
Außerdem machen Sie sich unabhängiger von steigenden Strompreisen. Je höher der Anteil an selbst genutztem Solarstrom, desto geringer die laufenden Kosten. Deshalb ist die Wärmepumpe PV Kombination besonders für Eigenheimbesitzer attraktiv – aber auch für landwirtschaftliche Betriebe lohnt sich der Einstieg, etwa mit einer Agri-PV-Anlage.
Wie funktioniert die Kombination aus PV-Anlage und Wärmepumpe?
Das Prinzip ist einfach: Die PV-Anlage auf dem Dach erzeugt Strom. Dieser Strom treibt die Wärmepumpe an, die aus der Umgebungsluft Wärme gewinnt. Ein intelligentes Energiemanagementsystem – idealerweise eingebunden in ein Photovoltaik Smart Home – steuert, wann die Wärmepumpe bevorzugt mit Solarstrom läuft.
Die Effizienz der Wärmepumpe wird durch den COP-WertCoefficient of Performance: Gibt an, wie viel Wärme die Wärmepumpe pro eingesetzter kWh Strom erzeugt. Ein COP von 4 bedeutet: 1 kWh Strom = 4 kWh Wärme. beschrieben. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen COP-Werte von 4,5 bis 5,5 bei milden Temperaturen. Die Jahresarbeitszahl (JAZ)Der reale Durchschnittswert über ein ganzes Jahr – aussagekräftiger als der COP, da Schwankungen durch Jahreszeiten berücksichtigt werden. liegt in der Praxis bei 3,0 bis 4,5.
ENnergy Tipp: Ein Energiemanager koordiniert PV-Erzeugung, Wärmepumpe und Speicher automatisch. So nutzen Sie Solarstrom optimal und vermeiden teuren Netzbezug.
Optimale Dimensionierung: Wie groß muss die PV-Anlage sein?
Die richtige Anlagengröße hängt vom Stromverbrauch der Wärmepumpe und dem Haushaltsbedarf ab. Als Faustregel gilt: Pro 1.000 kWh Wärmepumpen-Strombedarf sollten Sie mindestens 2-3 kWp PV-Leistung einplanen.
| Wohnfläche | WP-Leistung | Empfohlene PV-Größe | Mit Speicher |
|---|---|---|---|
| 100–130 m² | 6–8 kW | 8–10 kWp | 5–8 kWh |
| 130–180 m² | 8–12 kW | 10–13 kWp | 8–10 kWh |
| 180–250 m² | 12–16 kW | 13–16 kWp | 10–15 kWh |
Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauch nochmals deutlich, besonders in den Abendstunden, wenn die PV-Anlage keinen Strom mehr liefert. Wie Sie die passende Speichergröße für Ihre Photovoltaikanlage finden, erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber. Jedoch verursacht ein Speicher zusätzliche Kosten, weshalb die Wirtschaftlichkeit im Einzelfall geprüft werden sollte.
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Was kosten Wärmepumpe und Photovoltaik zusammen?
Die Kosten für eine Wärmepumpe mit Photovoltaik hängen von Anlagengröße, Wärmepumpentyp und baulichen Gegebenheiten ab. Hier eine Übersicht der typischen Investitionskosten 2026:
| Komponente | Kosten (inkl. Installation) |
|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | 24.000 – 40.000 € |
| PV-Anlage 10 kWp (0 % MwSt.) | 11.000 – 18.000 € |
| Batteriespeicher 10 kWh | 5.000 – 10.000 € |
| Energiemanagementsystem | 500 – 2.000 € |
| Gesamtsystem | 35.000 – 65.000 € |
Förderung: Bis zu 70 % Zuschuss für die Wärmepumpe
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) macht die Investition deutlich attraktiver. Über die KfW erhalten Sie folgende Zuschüsse:
- Grundförderung: 30 % der förderfähigen Kosten
- Heizungstauschbonus: +20 % bei Ersatz einer fossilen Heizung
- Einkommensbonus: +30 % für Haushalte bis 40.000 € Jahreseinkommen
- Wärmepumpen-Bonus: +5 % für Geräte mit natürlichem Kältemittel
Rechenbeispiel: Bei einer Wärmepumpe für 32.000 € und Grundförderung + Heizungstauschbonus (50 %) erhalten Sie bis zu 15.000 € Zuschuss. Die PV-Anlage ist bereits mehrwertsteuerfrei (0 % MwSt.).
Die Amortisation der Gesamtanlage liegt typischerweise bei 10 bis 15 Jahren. Danach profitieren Sie jahrzehntelang von minimalen Stromkosten. Weitere Informationen zu den Kosten einer PV-Anlage finden Sie in unserem ausführlichen Ratgeber.
Heizen mit Solarstrom: Funktioniert das auch im Winter?
Ja – allerdings mit Einschränkungen. Im Winter sinkt die PV-Erzeugung deutlich, während der Heizbedarf am höchsten ist. Dennoch liefert eine gut dimensionierte Anlage auch in den Wintermonaten einen spürbaren Beitrag – wie Sie den Solarertrag im Winter optimieren, erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber.
| Zeitraum | PV-Deckung des WP-Stroms | Restbedarf aus Netz |
|---|---|---|
| April – September | 70 – 90 % | gering |
| Oktober – März | 15 – 30 % | hoch |
| Jahresdurchschnitt | 45 – 60 % | moderat |
Tipp: Ein Batteriespeicher und ein dynamischer Stromtarif optimieren die Wintermonate zusätzlich. Über Nacht günstigen Strom laden und tagsüber den Solarstrom nutzen – so minimieren Sie die Heizkosten ganzjährig.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus empfehlen wir mindestens 10 kWp PV-Leistung. Die Wärmepumpe benötigt je nach Gebäude 3.000 bis 5.000 kWh Strom pro Jahr. Zusammen mit dem Haushaltsstrom ergibt sich ein Bedarf, den eine 10 kWp-Anlage gut abdecken kann.
Ein Speicher ist nicht zwingend notwendig, erhöht aber den Eigenverbrauch von ca. 45 % auf bis zu 70 %. Besonders lohnt er sich, wenn die Wärmepumpe abends und nachts läuft. Die Mehrkosten von 5.000 bis 10.000 € sollten gegen den höheren Eigenverbrauch abgewogen werden.
Die KfW fördert Wärmepumpen über die BEG mit bis zu 70 % der förderfähigen Kosten. Die Grundförderung beträgt 30 %, dazu kommen Boni für Heizungstausch (+20 %), geringes Einkommen (+30 %) und natürliche Kältemittel (+5 %). Der maximale Zuschuss liegt bei 21.000 € pro Wohneinheit.
Ja, Wärmepumpen eignen sich auch für Altbauten. Entscheidend ist eine niedrige Vorlauftemperatur – idealerweise unter 55 °C. Fußbodenheizung ist optimal, aber auch große Heizkörper funktionieren. Im Altbau erreichen Luft-Wasser-Wärmepumpen eine JAZ von durchschnittlich 3,4.
Ja, in den meisten Fällen. Die Amortisation liegt bei 10 bis 15 Jahren. Danach sparen Sie jährlich 800 bis 1.500 € an Heizkosten gegenüber einer Gasheizung. Bei steigenden Strom- und Gaspreisen verkürzt sich die Amortisationszeit weiter.
Fazit: Wärmepumpe mit Photovoltaik – eine Investition mit Zukunft
Wer Photovoltaik und Wärmepumpe kombinieren möchte, profitiert von niedrigen Heizkosten, hoher Unabhängigkeit und einem nahezu klimaneutralen Zuhause. Mit einem Batteriespeicher können Sie zudem eine Notstromversorgung bei Stromausfall realisieren und Ihre Wärmepumpe auch bei Netzunterbrechungen weiterbetreiben. Dank attraktiver Förderungen ist der Einstieg 2026 besonders günstig. Die richtige Dimensionierung und ein intelligentes Energiemanagement sorgen dafür, dass Sie das Maximum aus Ihrer Anlage herausholen.
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