Gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV) macht Ihr Gebäude zum Kraftwerk – von der Fassade bis zum Dach erzeugen Solardachziegel, Solarfassaden und transparente Module sauberen Strom, ohne die Ästhetik zu beeinträchtigen. Renommierte Hersteller für gebäudeintegrierte Photovoltaik in Deutschland bieten ausgereifte Systeme ab circa 300 €/m².
Wir erklären, welche Produkte es gibt, was die Technik kostet und worauf Sie bei der Planung achten sollten.
Das Wichtigste in Kürze
- BIPV integriert Solarzellen direkt in Dachziegel, Fassaden oder Fenster – sie ersetzen herkömmliche Baumaterialien
- Kosten: 300–525 €/m² (Solardachziegel) bzw. 2.000–2.500 €/kWp – teurer als Aufdach-PV, aber mit Doppelnutzen
- Wirkungsgrade: 15–20 % (kristalline Module), 8–13 % (farbige oder teiltransparente Varianten)
- Hersteller: Autarq, SolteQ, Nelskamp und Schüco bieten Lösungen für Dach und Fassade
- 0 % Mehrwertsteuer seit 2023 – gilt auch für Solaranlagen in der Gebäudehülle
Was ist gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV)?
Bei der Gebäudeintegration PhotovoltaikBIPV steht für Building Integrated Photovoltaics – Solarmodule, die direkt in die Gebäudehülle eingebaut werden. werden Solarmodule direkt in die Gebäudehülle eingebaut. Sie ersetzen herkömmliche Baumaterialien wie Dachziegel oder Fassadenplatten und übernehmen deren Funktionen: Wetterschutz, Wärmedämmung und Stromerzeugung in einem Bauteil.
Im Gegensatz zu klassischen Aufdach-Anlagen ist die Technologie von Anfang an als multifunktionales Baumaterial konzipiert. Das macht sie besonders interessant für Neubauten, Sanierungen und denkmalgeschützte Gebäude.
| Merkmal | Aufdach-PV | BIPV |
|---|---|---|
| Installation | Auf vorhandenes Dach montiert | Ersetzt Dachziegel oder Fassade |
| Ästhetik | Sichtbar als separate Module | Nahtlos in Gebäude integriert |
| Kosten pro kWp | 1.200–1.800 € | 2.000–2.500 € |
| Zusatzfunktion | Keine | Wetterschutz, Dämmung, Schallschutz |
| Ideal für | Bestandsgebäude | Neubau, Sanierung, Denkmalschutz |
Welche Produkte gibt es?
Der Markt bietet verschiedene Produktkategorien für die Solarintegration in Gebäude. Je nach Gebäudetyp und architektonischen Anforderungen kommen unterschiedliche Lösungen infrage:
- Solardachziegel: Sehen aus wie herkömmliche Dachziegel, enthalten aber integrierte Solarzellen. Sie ersetzen die klassische Dacheindeckung komplett. Leistung: 120–162 Wp/m².
- In-Dach-Systeme: Solarmodule werden bündig in die Dachfläche eingelassen – optisch dezenter als Aufdach-Anlagen, aber günstiger als Solardachziegel.
- Solarfassaden: Solarmodule als Fassadenverkleidung – verfügbar in verschiedenen Farben und als hinterlüftete oder vorgehängte Fassade.
- Solarfenster: Teiltransparente Module, die Tageslicht durchlassen und gleichzeitig Strom erzeugen. Ideal für Bürogebäude.
- Sonnenschutzlamellen: Kombinieren Verschattung und Energieerzeugung – besonders bei Gewerbebauten beliebt.
Gut zu wissen: Perowskit-Tandemzellen mit Wirkungsgraden über 30 % werden voraussichtlich ab 2026/2027 marktreif. Das könnte die Leistung solcher Produkte erheblich steigern.
Wie funktioniert eine BIPV Fassade?
Eine BIPV Fassade nutzt die vertikalen Gebäudeflächen zur Stromerzeugung. Besonders Ost- und Westfassaden eignen sich gut, da sie morgens und abends Strom erzeugen – eine ideale Ergänzung zur Dachanlage, die mittags am meisten liefert.
Moderne Solarfassade Photovoltaik-Systeme gibt es als hinterlüftete Vorhangfassade (VHF) oder als Kaltfassade. Anbieter wie Schüco und SUNOVATION liefern Systemlösungen in verschiedenen Farben und Transparenzgraden. Kristalline Fassadenmodule erreichen 15–20 % Wirkungsgrad, farbige Varianten liegen bei 8–13 %.
Wichtig bei der Planung: Für eine Photovoltaik Fassade gelten strenge Normen: DIN 18008 (Glas im Bauwesen), DIN EN 13501 (Brandschutz) und DIN VDE 0100-712 (PV-Errichtung). Eine frühzeitige Abstimmung mit Architekten und Fachplanern ist unerlässlich.
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Was kostet gebäudeintegrierte Photovoltaik?
Die Systeme sind teurer als herkömmliche Aufdach-Anlagen. Allerdings ersetzen sie konventionelle Baumaterialien – die eingesparten Kosten für Dachziegel oder Fassadenplatten müssen gegengerechnet werden.
| Produkt | Kosten pro m² | Kosten pro kWp |
|---|---|---|
| Solardachziegel | 300–525 € | 2.000–2.500 € |
| In-Dach-System | 250–400 € | 1.800–2.200 € |
| Solarfassade (kristallin) | 400–600 € | 2.500–3.500 € |
| Solarfassade (farbig) | 500–800 € | 3.000–4.500 € |
| Aufdach-PV (Vergleich) | 150–250 € | 1.200–1.800 € |
Förderung: Seit 2023 gilt 0 % Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen – auch für integrierte Systeme. Zusätzlich bietet die KfW (Programm 270) zinsgünstige Kredite für Solaranlagen am Stromnetz. Erfahren Sie mehr über aktuelle PV-Kosten.
Gebäudeintegrierte Photovoltaik Hersteller im Überblick
Mehrere Hersteller in Deutschland bieten ausgereifte Systeme für Dach und Fassade. Hier ein Vergleich der wichtigsten Solardachziegel Hersteller und Fassaden-Spezialisten:
| Hersteller | Produkt | Leistung | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Autarq | Solardachziegel | 120–124 Wp/m² | 25 Jahre Garantie, verschiedene Ziegelformen |
| SolteQ | Solarziegel | 125–162 Wp/m² | 40 Jahre Leistungsgarantie, recycelbar |
| Nelskamp | MS 5 PV | 153 Wp/m² | 18,3 % Wirkungsgrad |
| Schüco | Fassadensysteme | Variabel | Systemlösungen für Architekten |
Für Dächer mit geringer Traglast bieten sich alternativ leichte und flexible Solarmodule an, die aufgelegt statt integriert werden.
Vorteile und Herausforderungen
Vorteile
- Ästhetische Integration ohne sichtbare Aufbauten
- Multifunktional: Strom + Wetterschutz + Dämmung
- Materialersparnis (ersetzt konventionelle Baustoffe)
- Wertsteigerung der Immobilie
- 0 % MwSt. und KfW-Förderung möglich
Herausforderungen
- Höhere Investitionskosten als Aufdach-PV
- Frühzeitige Planung mit Architekten nötig
- Teilweise geringerer Wirkungsgrad
- Spezialisierte Installateure erforderlich
- Längere Amortisationszeit (15–25 Jahre)
Trotz höherer Anfangskosten lohnt sich die Investition langfristig – besonders bei Neubauten, wo die Kosten für konventionelle Dacheindeckung oder Fassade entfallen. Die Initiative Bauwerkintegrierte Solarenergie Baden-Württemberg bietet einen detaillierten Leitfaden zur Wirtschaftlichkeit.
Häufige Fragen zu gebäudeintegrierter Photovoltaik
Die Abkürzung steht für Building Integrated Photovoltaics – also Solarmodule, die direkt in Bauelemente wie Dachziegel, Fassadenplatten oder Fenster eingebaut werden. Sie ersetzen herkömmliche Baumaterialien und erzeugen gleichzeitig Strom.
Ja, Solardachziegel sind in der Regel günstiger. Sie kosten 300–525 €/m², während eine Solarfassade bei 400–800 €/m² liegt. Allerdings bieten Fassaden zusätzliche Ertragsfläche, besonders an Ost- und Westseiten.
Grundsätzlich ja – besonders bei einer anstehenden Dachsanierung oder Fassadenerneuerung. Bei Bestandsgebäuden ohne geplante Sanierung ist eine herkömmliche Aufdach-PV-Anlage meist wirtschaftlicher. Für denkmalgeschützte Gebäude ist die Technik oft die einzige Möglichkeit, Solarenergie unauffällig zu integrieren.
Für die Systeme gilt die 0 % Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen. Zusätzlich bietet die KfW mit dem Programm 270 zinsgünstige Kredite. Je nach Bundesland und Kommune gibt es weitere Förderprogramme. Lassen Sie sich von uns zu den aktuellen Fördermöglichkeiten beraten.
Die Systeme haben eine Lebensdauer von 25–40 Jahren, vergleichbar mit herkömmlichen PV-Anlagen. Hersteller wie SolteQ geben sogar 40 Jahre Leistungsgarantie. Regelmäßige Wartung – etwa Reinigung und Kontrolle der Elektrik – sichert die langfristige Leistung. Unser After-Sales-Service unterstützt Sie dabei.
Fazit: Für wen lohnt sich gebäudeintegrierte Photovoltaik?
Die Technologie ist ideal für alle, die Solarenergie und Architektur verbinden möchten. Besonders bei Neubauten und Dach- oder Fassadensanierungen rechnet sich die Investition, da konventionelle Baumaterialien eingespart werden. Wer Wert auf Ästhetik legt oder ein denkmalgeschütztes Gebäude besitzt, findet hier oft die einzige praktikable Solarlösung.
Mit sinkenden Preisen, steigenden Wirkungsgraden und der 0 % Mehrwertsteuer wird gebäudeintegrierte Photovoltaik zunehmend wirtschaftlich attraktiv. ENnergy GmbH berät Sie gerne zu den besten Optionen für Ihr Projekt.
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