Einfamilienhaus mit Solaranlage auf dem Dach und 3D-Schriftzug Photovoltaik Änderungen 2026 auf dem Rasen davor
Bild: Einfamilienhaus mit Solaranlage auf dem Dach und 3D-Schriftzug Photovoltaik Änderungen 2026 auf dem Rasen davor | © ENnergy GmbH

Die Photovoltaik Änderungen 2026 bringen weitreichende Neuerungen für alle, die eine Solaranlage planen oder bereits betreiben. Das Solarspitzengesetz, sinkende Einspeisevergütungen und die drohende EEG-Reform ab 2027 machen 2026 zu einem entscheidenden Jahr für Ihre Investitionsentscheidung.

Ob Solarspitzengesetz, Smart-Meter-Pflicht oder neue Solarpflicht in NRW – wir haben alle PV Änderungen 2026 für Sie zusammengefasst. Erfahren Sie, welche Photovoltaik Neuerungen 2026 für Hausbesitzer und Gewerbetreibende gelten und warum gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Solaranlage ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Solarspitzengesetz: Neue Einspeise-Regeln – ohne Steuerbox nur 60 % Einspeisung erlaubt
  • Einspeisevergütung: 7,78 Cent/kWh (bis 10 kWp), halbjährlich 1 % Degression
  • EEG-Reform 2027: Feste Vergütung endet – wer bis Ende 2026 installiert, sichert sich 20 Jahre Bestandsschutz
  • 0 % MwSt.: Steuerbefreiung für PV-Anlagen bis 30 kWp gilt weiterhin unbefristet
  • Solarpflicht NRW: Ab 2026 auch bei vollständiger Dacherneuerung im Bestand

Was ändert sich bei den Gesetzen für Photovoltaik 2026?

2026 ist das Jahr der Photovoltaik Gesetzesänderung: Das Solarspitzengesetz regelt die Einspeisung bei Überproduktion neu, und die geplante EEG-Reform ab 2027 macht dieses Jahr zum letzten mit garantierter Einspeisevergütung für Neuanlagen.

Solarspitzengesetz: Die wichtigste PV Änderung 2026

Das seit Februar 2025 geltende Solarspitzengesetz hat drei zentrale Auswirkungen auf die Solar Änderungen 2026:

Regelung Details Auswirkung
60-%-Einspeisebegrenzung Ohne BSI-zertifizierte Steuerbox dürfen Neuanlagen ab 7 kWp nur 60 % ihrer Nennleistung einspeisen 1–9 % Energieverlust je nach Ausrichtung
Negative Strompreise Keine Vergütung bei negativen Börsenstrompreisen (2025: ca. 575 Stunden) Eigenverbrauch wird noch wichtiger
ZEREZ-Pflicht Alle neuen PV-Anlagen müssen im Zentralregister registriert werden Ohne ZEREZ-ID kein Netzanschluss

Wichtig: Bestandsanlagen sind vom Solarspitzengesetz nicht betroffen. Wer bereits eine PV-Anlage besitzt, kann freiwillig wechseln und erhält einen Bonus von +0,6 Cent/kWh.

EEG-Reform ab 2027: Warum 2026 ein Schlüsseljahr ist

Die EU-Beihilfegenehmigung für das EEG läuft Ende 2026 aus. Ab 2027 soll die feste Einspeisevergütung für kleine PV-Anlagen durch Contracts for Difference (CfDs)Differenzverträge, bei denen der Staat die Differenz zwischen garantiertem und tatsächlichem Marktpreis ausgleicht. ersetzt werden. Das bedeutet:

  • Inbetriebnahme bis Ende 2026: 20 Jahre feste Vergütung garantiert
  • Inbetriebnahme ab 2027: Variable Vergütung, an den Strommarkt gekoppelt
  • Folge: Ohne feste Vergütung wären ca. 15 % mehr Eigenverbrauch nötig, um die gleiche Wirtschaftlichkeit zu erreichen

Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?

Die Einspeisevergütung sinkt halbjährlich um 1 %. Im Vergleich zu den Vorjahren ist der Trend deutlich: Je länger Sie warten, desto weniger erhalten Sie pro eingespeister Kilowattstunde.

Anlagengröße Überschuss (ab Feb 2026) Volleinspeisung (ab Feb 2026)
bis 10 kWp 7,78 Cent/kWh 12,35 Cent/kWh
10–40 kWp 6,74 Cent/kWh 10,35 Cent/kWh
40–100 kWp 5,56 Cent/kWh 10,35 Cent/kWh

Zum Vergleich: Der durchschnittliche Strompreis liegt bei rund 37 Cent/kWh. Eigenverbrauch ist damit fast fünfmal wertvoller als die Überschusseinspeisung. Alle Details zur Vergütung finden Sie in unserem Ratgeber zur aktuellen Photovoltaik-Einspeisevergütung.

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Welche Förderungen gibt es 2026?

Die Photovoltaik Änderungen 2026 betreffen auch die Förderlandschaft. Die gute Nachricht: Die wichtigsten Steuervorteile bleiben bestehen.

Steuervorteile und KfW-Förderung

Förderung Status 2026 Details
0 % Mehrwertsteuer Aktiv (unbefristet) PV bis 30 kWp – Ersparnis ca. 3.600 €
Einkommensteuerbefreiung Aktiv Bis 30 kWp (EFH) bzw. 15 kWp/Wohneinheit
KfW 270 Aktiv Zinssätze ab 3,39 %, 100 % Finanzierung möglich
progres.nrw (Standard-PV) Nicht verfügbar Keine Förderung für private Dachanlagen auf EFH

Tipp: Durch die 0 % Mehrwertsteuer sparen Sie bei einer typischen 10-kWp-Anlage mit Speicher rund 3.600 Euro – ohne Antrag, wird automatisch angewendet. Details dazu in unserem Beitrag zur Mehrwertsteuer-Befreiung für Photovoltaik.

Welche Bundesländer haben eine Solarpflicht?

Immer mehr Bundesländer führen eine Solarpflicht ein. In NRW gilt ab 2026 eine besonders relevante Neuerung:

  • NRW ab 2026: Solarpflicht bei vollständiger Dacherneuerung im Bestand
  • Baden-Württemberg: Solarpflicht für Neubauten und Dachsanierungen seit 2022
  • Niedersachsen: Alle Neubauten über 50 m² seit 2025
  • Schleswig-Holstein: Wohngebäude-Pflicht ab 2026 geplant

Gerade in NRW bedeutet das: Wer sein Dach ohnehin saniert, muss eine PV-Anlage einplanen. Mehr zur aktuellen Fördersituation bei der Bundesnetzagentur.

Technische Neuerungen 2026

Wann wird der Smart Meter zur Pflicht?

Zu den wichtigen PV Änderungen 2026 gehört die fortschreitende Digitalisierung. Smart Meter sind seit 2025 Pflicht für Anlagen ab 7 kWp. Ab Juni 2026 gilt zusätzlich die Steuerungspflicht nach § 14a EnWG.

Mit Steuerbox

Volle Einspeiseleistung (100 %). Jährliche Kosten ca. 100 € für Smart Meter + Steuerbox.

Ohne Steuerbox

Maximal 60 % Einspeiseleistung. Bis zu 9 % Energieverlust bei Südausrichtung.

Auch der Rundsteuerempfänger bleibt Pflicht für Neuanlagen ab 7 kWp. Smart-Meter-Gateways ersetzen ihn perspektivisch als modernere Alternative.

Welche Modultechnologie ist 2026 Standard?

Bei der Modultechnologie setzt sich 2026 TOPCon als Standard durch. Diese Module erreichen Wirkungsgrade über 23 % und lösen die bisherige PERC-Technologie ab. Bifaziale Module bieten durch beidseitige Nutzung bis zu 30 % Mehrertrag – ideal für Flachdächer und aufgeständerte Anlagen.

Häufige Fragen zu Photovoltaik Änderungen 2026

Ja, 2026 ist sogar besonders attraktiv: Die 0 % Mehrwertsteuer gilt weiterhin, der Strompreis liegt bei rund 37 Cent/kWh und bis Ende 2026 sichern Sie sich noch 20 Jahre feste Einspeisevergütung. Die Amortisationszeit liegt bei 9–12 Jahren ohne Förderung, mit Förderung bei 7–9 Jahren.

Fazit: 2026 ist das Jahr zum Handeln

Die Photovoltaik Änderungen 2026 zeigen ein klares Bild: Die Rahmenbedingungen sind aktuell noch sehr günstig, werden sich aber ab 2027 deutlich verändern. Wer jetzt investiert, profitiert von:

  • 20 Jahre feste Einspeisevergütung mit Bestandsschutz
  • 0 % Mehrwertsteuer auf die gesamte Anlage
  • Komplette Einkommensteuerbefreiung
  • Hohen Strompreisen, die den Eigenverbrauch besonders wertvoll machen

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Stand der Informationen: Februar 2026 – Alle Angaben ohne Gewähr. Für die aktuellsten Informationen kontaktieren Sie uns oder informieren Sie sich bei der Bundesnetzagentur.