Photovoltaik im Winter liefert deutlich mehr Solarertrag als viele Hausbesitzer erwarten – selbst bei Schnee auf den Solarmodulen produziert eine gut optimierte Anlage beachtliche Strommengen. Kühle Temperaturen steigern den Wirkungsgrad der Module, und mit den richtigen Maßnahmen lässt sich der PV Ertrag im Winter spürbar erhöhen.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Ihre Solaranlage im Winter optimal nutzen. Von der richtigen Modulneigung über den Umgang mit Schnee auf Solarmodulen bis hin zu smarten Speicherlösungen – unsere Experten zeigen Ihnen praxiserprobte Strategien, mit denen Sie mehr aus der Wintersonne herausholen.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine 10-kWp-Anlage erzeugt auch im Dezember noch 175–200 kWh Strom
- Niedrige Temperaturen erhöhen den Wirkungsgrad um bis zu 10 %
- Schnee auf Solarmodulen rutscht meist von selbst ab – manuelle Räumung ist gefährlich
- Steilere Modulneigung (50–60°) verbessert den Solarertrag im Winter um 10–20 %
- Ein Batteriespeicher macht den erzeugten Winterstrom maximal nutzbar
Wie viel Solarertrag bringt Photovoltaik im Winter wirklich?
Die Leistung einer PV-Anlage in der kalten Jahreszeit wird oft unterschätzt. Laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme erzeugen PV-Anlagen auch in den dunkelsten Monaten beachtliche Stromerträge. Eine durchschnittliche 10-kWp-Anlage produziert:
| Monat | Ertrag (10 kWp) | Anteil am Jahresertrag |
|---|---|---|
| November | 250–350 kWh | ca. 3 % |
| Dezember | 175–200 kWh | ca. 2 % |
| Januar | 200–250 kWh | ca. 2,5 % |
| Februar | 350–400 kWh | ca. 4 % |
Zusammengerechnet liefern die Wintermonate November bis Februar rund 10–12 % des Jahresertrags. Das klingt wenig, entspricht aber etwa 1.000–1.200 kWh – genug, um einen Großteil des winterlichen Grundverbrauchs zu decken.
Temperatureffekt: Solarmodule arbeiten bei Kälte effizienter. Pro Grad unter 25 °C steigt die Leistung um etwa 0,4 %. Bei 0 °C bedeutet das einen Effizienzgewinn von bis zu 10 % gegenüber einem heißen Sommertag mit 35 °C.
Der Albedo-Effekt: Wenn Schnee den Solarertrag im Winter steigert
Ein oft übersehener Vorteil der Solarenergie im Winter ist der Albedo-EffektDer Albedo-Effekt beschreibt das Rückstrahlvermögen von Oberflächen. Schnee reflektiert bis zu 90 % des Sonnenlichts.. Schneebedeckte Flächen reflektieren bis zu 90 % des einfallenden Sonnenlichts – deutlich mehr als grüne Wiesen im Sommer mit nur 25 %. Diese zusätzliche Strahlung trifft auf die Module und steigert die Energieausbeute messbar.
Besonders profitieren bifaziale Solarmodule, die Licht auch von der Rückseite aufnehmen. In Kombination mit einer Schneedecke kann der Photovoltaik Ertrag im Winter so um 5–15 % steigen. Das Fraunhofer ISE hat in Studien nachgewiesen, dass dieser Effekt die winterlichen Ertragseinbußen teilweise kompensiert. Wer die Photovoltaik im Winter weiter optimieren möchte, setzt auf bifaziale Module und helle Umgebungsflächen.
Was tun bei Schnee auf Solarmodulen?
Eine der häufigsten Fragen zur PV im Winter betrifft den Umgang mit Schnee auf der Photovoltaikanlage. Die Verbraucherzentrale rät davon ab, Solarmodule selbst von Schnee zu befreien.
| Situation | Empfehlung | Begründung |
|---|---|---|
| Leichte Schneedecke (< 5 cm) | Abwarten | Rutscht bei Neigung > 30° von selbst ab |
| Schwere Schneedecke (> 15 cm) | Fachbetrieb kontaktieren | Statische Belastung professionell prüfen |
| Vereiste Module | Abtauen lassen | Mechanisches Entfernen beschädigt die Oberfläche |
| Module teilverschattet durch Schnee | Monitoring prüfen | Leistungsoptimierer gleichen Teilverschattung aus |
Sicherheitshinweis: Steigen Sie niemals auf ein verschneites oder vereistes Dach! Die Kombination aus Schnee, Eis und glatten Moduloberflächen ist extrem rutschig. Nutzen Sie stattdessen Ihr Monitoring-System, um Ertragseinbrüche frühzeitig zu erkennen.
Wie können Sie Ihre Photovoltaik im Winter optimieren?
Mit gezielten Maßnahmen lässt sich der Solarertrag im Winter deutlich steigern. Die folgenden Strategien helfen, den Ertrag in der kalten Jahreszeit zu erhöhen:
Modulneigung und Ausrichtung
Der optimale Neigungswinkel für maximalen Winterertrag liegt bei 50–60° – deutlich steiler als die ganzjährig optimalen 30–35°. Ein steilerer Winkel fängt den flachen Sonnenstand besser ein und sorgt dafür, dass Schnee auf den Solarmodulen schneller abrutscht.
Checkliste: PV im Winter optimieren
- Modulneigung prüfen – idealerweise 50–60° für den Winter
- Verschattungsquellen beseitigen (kahle Bäume werfen weniger Schatten)
- Wechselrichter-Firmware aktualisieren
- Monitoring-System einrichten und regelmäßig kontrollieren
- Eigenverbrauch optimieren – Großverbraucher tagsüber laufen lassen
- Batteriespeicher auf Wintermodus prüfen
ENnergy-Tipp: Durch die Kombination von optimierter Neigung und einem modernen Wechselrichter lässt sich der Photovoltaik Ertrag im Winter um 10–20 % steigern. Unsere Monteure prüfen die optimale Einstellung bei der jährlichen Wartung.
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Lohnt sich ein Speicher für die Solaranlage im Winter?
Im Winter produziert Ihre Photovoltaikanlage den meisten Strom in den wenigen Sonnenstunden mittags – doch der Verbrauch ist morgens und abends am höchsten. Ein Batteriespeicher überbrückt diese Lücke und macht den erzeugten Strom verfügbar, wenn Sie ihn wirklich brauchen.
Batteriespeicher
Speichert den Mittagsstrom für den Abend. Erhöht den Eigenverbrauch im Winter von 30 % auf bis zu 60–70 %.
Smart-Home-Integration
Steuert Wärmepumpe, Wallbox und Geräte automatisch nach Solarproduktion. Spart bis zu 25 % Energiekosten.
Besonders effektiv ist die Kombination mit einer Wärmepumpe: An sonnigen Wintertagen heizt die Solaranlage das Haus praktisch kostenlos. Intelligente Steuerungen erkennen Wetterprognosen und laden den Speicher bevorzugt, wenn am nächsten Tag schlechtes Wetter erwartet wird. So lässt sich die Photovoltaik im Winter optimieren, ohne zusätzliche Module zu installieren.
Häufig gestellte Fragen zu Photovoltaik im Winter
Ja, definitiv. Eine 10-kWp-Solaranlage produziert auch im Winter zwischen 175 und 400 kWh pro Monat. Der erhöhte Wirkungsgrad bei niedrigen Temperaturen und die Schneereflektion (Albedo-Effekt) kompensieren die geringere Sonneneinstrahlung teilweise. In Kombination mit einem Batteriespeicher nutzen Sie den Winterstrom optimal.
In der Regel nicht. Bei einer Neigung über 30° rutscht Schnee meist von selbst ab. Manuelle Schneeräumung ist gefährlich und kann die Module beschädigen. Nur bei sehr schwerer Schneelast über 15 cm sollten Sie einen Fachbetrieb kontaktieren, um die statische Belastung zu prüfen.
Für maximalen Winterertrag ist ein Neigungswinkel von 50–60° ideal. Dieser steilere Winkel fängt den flachen Sonnenstand besser ein und sorgt dafür, dass Schnee schneller abrutscht. Fest installierte Anlagen auf Schrägdächern haben meist 30–45°, was ganzjährig einen guten Kompromiss darstellt.
Nein. Moderne Solarmodule sind für Temperaturen von -40 °C bis +85 °C ausgelegt. Frost kann der Photovoltaikanlage nicht schaden – im Gegenteil: Kalte Temperaturen steigern sogar den Wirkungsgrad um bis zu 10 %. Voraussetzung ist eine fachgerechte Installation mit hochwertigen Komponenten.
Ja, gerade im Winter ist ein Speicher besonders wertvoll. Er überbrückt die Lücke zwischen der Mittagsproduktion und dem abendlichen Verbrauch. Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch im Winter bei etwa 30 % – mit Speicher steigt er auf 60–70 %. Das reduziert Ihren Netzbezug und damit die Stromkosten deutlich.
Fazit: Solarenergie im Winter lohnt sich mehr als gedacht
Wer seine Photovoltaik im Winter gezielt optimiert, holt auch in der kalten Jahreszeit beachtliche Erträge aus der Anlage. Der Schlüssel liegt in der Kombination aus optimierter Modulneigung, einem leistungsstarken Speicher und intelligentem Energiemanagement.
Bei ENnergy unterstützen wir Sie dabei, Ihre Photovoltaik im Winter zu optimieren – von der Erstberatung über die Auswahl der richtigen Module bis zur jährlichen Wartung. Fordern Sie jetzt Ihr kostenloses Angebot an.
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