Photovoltaik kaufen oder mieten – unser Vergleich für 2026 zeigt klar, warum der Kauf einer PV-Anlage fast immer die bessere Wahl ist. Mietmodelle und Mietkauf-Angebote versprechen Solarstrom ohne Eigenkapital, kosten über die Laufzeit aber oft das Doppelte. Erfahren Sie hier, welches Modell sich für Ihre Solaranlage wirklich rechnet.
Das Wichtigste in Kürze
- Kauf: 9.000–15.000 € Investition, Amortisation nach 8–12 Jahren, volle Kontrolle
- Miete: 100–200 €/Monat bei 20 Jahren Bindung – Gesamtkosten bis zu 48.000 €
- Mietkauf: Finanzierung mit Eigentumsübergang am Ende der Laufzeit
- Seit 2023 gilt 0 % MwSt auf PV-Anlagen bis 30 kWp – das macht den Kauf besonders attraktiv
- Die Verbraucherzentrale rät klar zum Kauf statt zur Miete
Was kostet Photovoltaik: Kauf vs. Miete im Überblick?
Die Kosten einer Photovoltaikanlage sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Das macht den Kauf für immer mehr Hausbesitzer erschwinglich. Doch wie schneidet der Kauf im direkten Vergleich zur Miete ab?
| Kriterium | PV-Anlage kaufen | PV-Anlage mieten |
|---|---|---|
| Anfangsinvestition (10 kWp) | 9.000–12.000 € | 0 € |
| Monatliche Kosten | 0 € (nach Kauf) | 100–200 € |
| Gesamtkosten nach 20 Jahren | 10.000–14.000 € | 24.000–48.000 € |
| Eigentum an der Anlage | Sofort | Nie (Rückgabe nach Vertragsende) |
| Mehrwertsteuer | 0 % (bis 30 kWp) | 19 % auf Miete |
Gut zu wissen: Beim Kauf einer PV-Anlage bis 30 kWp fallen seit 2023 keine Mehrwertsteuer und keine Einkommensteuer auf den selbst verbrauchten Solarstrom an. Diese Vorteile gelten nicht für Mietmodelle – dort zahlen Sie 19 % MwSt auf jede Monatsrate.
Welche Vorteile bietet der Kauf einer Solaranlage?
Wer sich für den Kauf entscheidet, profitiert langfristig am meisten. Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:
- Geringere Gesamtkosten: Nach der Amortisation (8–12 Jahre) produziert die Anlage quasi kostenlos Strom – weitere 15–20 Jahre lang
- Volle Kontrolle: Freie Wahl bei Speicher-Nachrüstung, Erweiterungen und Wartungspartnern
- Wertsteigerung: Eine eigene PV-Anlage steigert den Immobilienwert um durchschnittlich 3–4 %
- Steuervorteile: 0 % MwSt beim Kauf, keine Einkommensteuer auf Eigenverbrauch
- Flexibilität: Anlage kann beim Hausverkauf als Wertsteigerung mit verkauft werden
Finanzierung ohne Eigenkapital
Auch ohne Ersparnisse muss man nicht mieten. Der KfW-Kredit 270 bietet günstige Konditionen für Solaranlagen. Die monatliche Rate liegt dabei oft unter der üblichen Mietrate – mit dem entscheidenden Vorteil, dass die Anlage nach Tilgung Ihnen gehört. Zusätzlich profitieren Käufer seit dem EEG 2023 von der kompletten Steuerbefreiung.
Welche Risiken birgt das Mieten einer Solaranlage?
Das Mieten einer Photovoltaikanlage wirkt auf den ersten Blick verlockend: keine Anfangskosten, Wartung inklusive. Doch die versteckten Nachteile wiegen schwer.
Achtung: Mietverträge für Solaranlagen haben typischerweise 20–25 Jahre Laufzeit. Eine vorzeitige Kündigung ist meist nur gegen hohe Ablösesummen möglich.
- Doppelte bis dreifache Kosten: Über 20 Jahre zahlen Mieter 24.000–48.000 € statt 10.000–14.000 € beim Kauf
- Kein Eigentum: Nach Vertragsende muss die Anlage zurückgegeben oder zu einem Restwert übernommen werden
- Eingeschränkte Flexibilität: Keine freie Wahl bei Erweiterungen, Speichern oder Wartungspartnern
- Hausverkauf problematisch: Der neue Eigentümer muss den Mietvertrag übernehmen – das schreckt Käufer ab
- Insolvenzrisiko: Bei Anbieter-Insolvenz drohen rechtliche Komplikationen um die Anlage auf dem eigenen Dach
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Lohnt sich ein Photovoltaik Mietkauf als Alternative?
Ein Photovoltaik Mietkauf kombiniert Elemente aus Miete und Kauf: Sie zahlen monatliche Raten und werden am Ende der Laufzeit automatisch Eigentümer der Anlage. Dieses Modell eignet sich besonders für Hausbesitzer, die kein Eigenkapital haben, aber langfristig von einer eigenen Anlage profitieren möchten.
| Modell | Eigentum | Monatliche Rate | Gesamtkosten (20 J.) |
|---|---|---|---|
| Kauf (Eigenkapital) | Sofort | 0 € | 10.000–14.000 € |
| Kauf (KfW-Kredit) | Nach Tilgung | 80–120 € | 12.000–16.000 € |
| Mietkauf | Nach Vertragsende | 120–180 € | 20.000–30.000 € |
| Miete | Nie | 100–200 € | 24.000–48.000 € |
Der PV-Anlage Mietkauf ist günstiger als die reine Miete und führt zum Eigentum. Dennoch bleibt der Kauf per Kredit die wirtschaftlich beste Alternative zum Barkauf. Prüfen Sie daher immer zuerst die Konditionen des KfW-Kredit 270Förderkredit der KfW-Bank für erneuerbare Energien mit vergünstigten Zinssätzen., bevor Sie einen Mietkauf einer Solaranlage abschließen.
Photovoltaik mieten: Anbieter im Vergleich
Wer sich trotz der Nachteile für die Miete einer PV-Anlage interessiert, sollte die Anbieter genau vergleichen. Die größten Anbieter für Solaranlagen zur Miete im Überblick:
Enpal
Marktführer mit über 100.000 Installationen. Komplettpaket mit Speicher und Wallbox. Lange Vertragslaufzeiten (20 Jahre) mit Kaufoption am Ende.
DZ4
Hamburger Anbieter mit Fokus auf Mietmodelle. Geringere Marktpräsenz, dafür flexiblere Vertragsbedingungen und kürzere Mindestlaufzeiten.
Yello Solar
Tochterunternehmen von EnBW. Bietet PV-Mietpakete mit und ohne Speicher. Bekannter Markenname, aber ebenfalls lange Vertragslaufzeiten.
Tipp: Achten Sie beim PV-Anlage mieten Vergleich besonders auf Vertragslaufzeit, Preisanpassungsklauseln und die Konditionen für eine vorzeitige Kündigung oder Übernahme der Anlage.
Wann lohnt sich die Miete statt des Kaufs?
In wenigen Ausnahmefällen kann das Mieten einer Solaranlage sinnvoll sein. Prüfen Sie anhand dieser Checkliste, ob ein Mietmodell für Sie infrage kommt:
- Sie planen, das Haus in weniger als 10 Jahren zu verkaufen
- Eine Kreditaufnahme ist aus persönlichen Gründen nicht möglich
- Sie möchten sich nicht um Wartung und Versicherung kümmern
- Die Dachsanierung steht in den nächsten 5 Jahren an
Treffen zwei oder mehr Punkte zu, kann ein Mietmodell eine Überlegung wert sein. In allen anderen Fällen empfehlen wir klar den Kauf – bei Bedarf über einen günstigen Solarkredit.
Häufige Fragen zu Photovoltaik kaufen oder mieten
Bei einer gemieteten Solaranlage muss der Kaufvertrag des Hauses eine Übernahmeklausel für den Mietvertrag enthalten. Der neue Eigentümer übernimmt den bestehenden Vertrag – das kann abschreckend wirken und den Verkaufspreis drücken. Eine gekaufte PV-Anlage hingegen erhöht den Immobilienwert um 3–4 %.
Ja, ein PV-Anlage Mietkauf ist in der Regel günstiger als die reine Miete, weil Sie am Ende Eigentümer werden. Allerdings ist ein KfW-Kredit meist noch günstiger als ein Mietkauf. Vergleichen Sie daher immer alle drei Optionen: Barkauf, Kreditkauf und Mietkauf.
Bei einer gemieteten PV-Anlage sind Wartung und Reparaturen im Mietpreis enthalten. Als Käufer zahlen Sie jährlich etwa 150–250 € für Wartung. Über 20 Jahre sind das 3.000–5.000 € – ein Bruchteil der Mehrkosten, die bei der Miete anfallen. Zudem können Käufer den Wartungspartner frei wählen.
Die wichtigste Option ist der KfW-Kredit 270 mit vergünstigten Zinssätzen. Daneben bieten viele Hausbanken spezielle Solarkredite an. Auch regionale Förderprogramme können die Investition weiter senken. Die monatliche Kreditrate liegt bei einer 10-kWp-Anlage typischerweise bei 80–120 € – und damit unter den meisten Mietraten.
Fazit: Photovoltaik kaufen statt mieten – die klare Empfehlung
Unser Vergleich zeigt eindeutig: Wer langfristig plant, sollte eine Photovoltaikanlage kaufen statt mieten. Trotz der höheren Anfangsinvestition profitieren Käufer von deutlich niedrigeren Gesamtkosten, maximaler Flexibilität und dem vollen Eigentum an der Anlage. Die 0-%-Mehrwertsteuer und günstige KfW-Kredite machen den Kauf 2026 so attraktiv wie nie.
Nur in wenigen Sonderfällen – etwa bei geplantem Hausverkauf – kann die Miete oder ein Mietkauf einer Solaranlage sinnvoll sein. Lassen Sie sich individuell beraten, welches Modell zu Ihrer Situation passt.
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