Photovoltaik Nordseite: Schwarze Solarmodule auf Norddach eines Einfamilienhauses mit diffusem Licht
Bild: Photovoltaik Nordseite: Schwarze Solarmodule auf Norddach eines Einfamilienhauses mit diffusem Licht | © ENnergy GmbH

Photovoltaik auf der Nordseite lohnt sich 2026 in vielen Fällen – moderne PV Module für die Nordseite erreichen bis zu 87 % des Ertrags einer Südanlage. Der Photovoltaik Nordseite Ertrag hängt dabei vor allem vom Neigungswinkel ab: Bei flachen Dächern unter 20 Grad ist der Unterschied zur Südausrichtung überraschend gering.

Dank sinkender Modulpreise und verbesserter Technologien wie bifazialen Modulen und TOPCon-Zellen wird die Solar Nordseite für immer mehr Hausbesitzer wirtschaftlich interessant. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welchen Solarertrag Nordseite-Anlagen je nach Neigungswinkel erreichen und welche Solarmodule für die Nordseite am besten geeignet sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • PV Anlage Nordseite erreicht bei 10° Neigung ca. 79 % des Süd-Ertrags – bei Flachdächern sogar 87 %
  • Ab 40° Dachneigung fällt der PV Ertrag auf dem Norddach unter 52 % – dann lohnt sich eine Prüfung besonders
  • Bifaziale Module und TOPCon-Technologie steigern den Solarertrag auf der Nordseite deutlich
  • Eigenverbrauch ist der Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit: Gesparter Strom bringt 30–40 ct/kWh vs. 7,78 ct/kWh Einspeisung
  • Auch ein Balkonkraftwerk auf der Nordseite kann sich mit 4–6 Jahren Amortisation rechnen

Wie viel Ertrag bringt Photovoltaik auf der Nordseite?

Der Photovoltaik Nordseite Ertrag hängt entscheidend vom NeigungswinkelDer Winkel zwischen Dachfläche und Horizontale. Typische Steildächer in Deutschland haben 30–45 Grad. Ihres Daches ab. Die folgende Tabelle zeigt den Ertrag einer Nordanlage im Vergleich zur optimalen Südausrichtung (35° Neigung):

Neigungswinkel Ertrag (% vom Optimum) kWh/kWp pro Jahr Bewertung
0° (Flachdach) 87 % ~870 Sehr gut
10° 79 % ~790 Sehr gut
20° 70 % ~700 Gut
25° 65 % ~650 Gut
30° 61 % ~610 Befriedigend
35° 57 % ~570 Grenzwertig
40° 52 % ~520 Grenzwertig
45° 43 % ~430 Nicht empfohlen

Gut zu wissen: An bewölkten Tagen – in Deutschland rund 60–70 % des Jahres – gleichen sich die Erträge zwischen Nord- und Südseite deutlich an. Der Grund: DiffusstrahlungStreulicht, das bei Bewölkung aus allen Himmelsrichtungen kommt – nicht nur direkt von der Sonne. kommt aus allen Richtungen gleichmäßig und macht etwa 50–60 % der Globalstrahlung in Deutschland aus.

Praxisbeispiel: 10 kWp Nordanlage bei 25° Dachneigung

Eine typische Solaranlage auf der Nordseite mit 10 kWp und 25° Neigung erzeugt rund 6.500 kWh pro Jahr. Bei einem durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 35 ct/kWh und 40 % Eigenverbrauch ergibt das eine jährliche Ersparnis von etwa 910 Euro. Kombiniert mit einem Batteriespeicher steigt der Eigenverbrauch auf bis zu 70 %, was die Ersparnis auf über 1.500 Euro pro Jahr erhöht.

Welche PV Module eignen sich für die Nordseite?

Die Wahl der richtigen Module entscheidet maßgeblich über den Ertrag einer Nordinstallation. Moderne Technologien haben das Schwachlichtverhalten deutlich verbessert – davon profitieren nordseitige Anlagen besonders.

Technologie Wirkungsgrad Nordseite-Eignung Preis (EUR/Wp)
PERC (P-Typ) 19–22 % Befriedigend 0,10–0,13
TOPCon (N-Typ) 22–25 % Sehr gut 0,10–0,15
HJT (Heterojunction) 24–26 % Hervorragend 0,12–0,18
Bifazial (Glas-Glas) 22–25 % + Rückseite Hervorragend 0,12–0,18

Bifaziale Solarmodule sind für die Nordausrichtung besonders interessant: Sie nutzen reflektiertes Licht von der Rückseite und erzielen dadurch bis zu 15–30 % mehr Ertrag als herkömmliche Module. TOPCon-Module dominieren 2026 den Markt mit über 60 % Anteil und bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Nordinstallationen.

Tipp: HJT-Module haben das beste Schwachlichtverhalten aller Technologien – ideal für die Nordseite, wo ein großer Teil des Ertrags aus diffusem Licht stammt.

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Lohnt sich eine Solaranlage auf der Nordseite?

Die Wirtschaftlichkeit einer Nordanlage hängt vor allem vom Eigenverbrauch ab. Bei der aktuellen EinspeisevergütungVergütung für ins Netz eingespeisten Solarstrom: 7,78 ct/kWh für Anlagen bis 10 kWp (Stand: Feb. 2026). von 7,78 ct/kWh für Teileinspeisung lohnt sich vor allem der selbst genutzte Strom – denn jede gesparte Kilowattstunde ersetzt Netzstrom für 30–40 ct/kWh.

Szenario (10 kWp, 25° Nord) Investition Jährl. Ersparnis Amortisation
Ohne Speicher (40 % Eigenverbr.) 12.000–15.000 EUR ~910 EUR 13–16 Jahre
Mit Speicher (70 % Eigenverbr.) 18.000–22.000 EUR ~1.500 EUR 12–15 Jahre
Als Ergänzung zu Südanlage 8.000–11.000 EUR ~700 EUR 11–16 Jahre

Besonders wirtschaftlich ist die Nordseiten-Photovoltaik als Ergänzung zu einer bestehenden Südanlage. Die Erzeugungskurve verteilt sich gleichmäßiger über den Tag, was den Eigenverbrauch erhöht. Laut dem Fraunhofer ISE ist die Diversifizierung der Dachausrichtung ökonomisch sinnvoll – selbst wenn einzelne Flächen nicht optimal ausgerichtet sind.

  • Dachneigung unter 30° – Nordanlage meist wirtschaftlich
  • Hoher Tagesverbrauch (Homeoffice, Wärmepumpe) – bessere Eigenverbrauchsquote
  • Kombination mit Speicher – Amortisation deutlich kürzer
  • Als Ergänzung zur Südanlage – gleichmäßigere Erzeugung

Eignet sich ein Balkonkraftwerk auf der Nordseite?

Auch ein Balkonkraftwerk auf der Nordseite kann sich lohnen – allerdings mit Einschränkungen. Eine 900-Wp-Anlage mit Nordausrichtung und 40° Neigung erzeugt rund 520 kWh pro Jahr. Das sind zwar 40 % weniger als auf der Südseite, doch der höhere Eigenverbrauchsanteil (65 % vs. 45 %) gleicht einen Teil des Ertragsverlusts aus.

Balkonkraftwerk Süd

  • Ertrag: ~885 kWh/Jahr
  • Eigenverbrauch: 45 %
  • Ersparnis: ~160 EUR/Jahr

Balkonkraftwerk Nord

  • Ertrag: ~520 kWh/Jahr
  • Eigenverbrauch: 65 %
  • Ersparnis: ~136 EUR/Jahr

Bei einem Kaufpreis von 500–700 EUR amortisiert sich ein Balkonkraftwerk mit Nordausrichtung in etwa 4–6 Jahren. An hellen Sommertagen deckt es tagsüber die Grundlast eines Haushalts. Seit 2024 sind bis zu 800 Watt Einspeiseleistung erlaubt.

Worauf sollten Sie bei der Installation achten?

Die erfolgreiche Installation auf dem Norddach erfordert sorgfältige Planung. Folgende Faktoren beeinflussen den Ertrag maßgeblich:

  • Neigungswinkel: Je flacher das Dach, desto besser für die Nordseite. Bei über 40° sinkt der Ertrag unter die Rentabilitätsgrenze
  • Verschattung: Auf der Nordseite haben selbst kleine Schatten (Schornsteine, Antennen) große Auswirkungen – eine professionelle Verschattungsanalyse ist Pflicht
  • Modulwahl: Bifaziale oder HJT-Module mit gutem Schwachlichtverhalten bevorzugen
  • Aufständerung: Bei Flachdächern kann eine leichte Aufständerung Richtung Süd den Ertrag um bis zu 15 % steigern
  • Reflexionsflächen: Helle Dachflächen oder Kiesbetten verbessern den Ertrag bifazialer Module zusätzlich

Wichtig: Ab einem Neigungswinkel von 45° ist eine PV-Installation auf der Nordseite in der Regel nicht mehr wirtschaftlich. Lassen Sie vorab eine Ertragsanalyse durch einen Fachbetrieb erstellen.

Häufige Fragen zur Photovoltaik Nordseite

Der Ertrag einer PV Anlage auf der Nordseite liegt je nach Dachneigung bei 43–87 % einer vergleichbaren Südanlage. Bei einem Flachdach (0–10°) sind es 79–87 %, bei typischen Steildächern mit 30° noch etwa 61 %. Entscheidend ist der Neigungswinkel: Je flacher, desto geringer der Ertragsunterschied zur Südseite.

Fazit: Photovoltaik auf der Nordseite lohnt sich häufiger als gedacht

Die Solar Nordseite ist 2026 keine Notlösung mehr, sondern eine wirtschaftlich sinnvolle Option für viele Dachflächen. Bei Neigungswinkeln unter 30° und einem hohen Eigenverbrauch kann sich eine Anlage auf dem Norddach innerhalb von 12–16 Jahren amortisieren. Bifaziale Module und TOPCon-Technologie steigern den Ertrag zusätzlich.

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