Ein PV-Heizstab für Warmwasser ist eine der günstigsten Möglichkeiten, überschüssigen Solarstrom sinnvoll zu nutzen. Die Kosten für einen PV-Heizstab beginnen bereits ab 200 Euro, während Erfahrungen aus der Praxis jährliche Einsparungen von 300 bis 500 Euro bestätigen.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie ein Photovoltaik-Heizstab funktioniert, welche Modelle sich lohnen und wann eine Brauchwasserwärmepumpe die bessere Alternative wäre. Außerdem zeigen wir ein konkretes Rechenbeispiel für einen typischen 4-Personen-Haushalt.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein PV-Heizstab wandelt überschüssigen Solarstrom direkt in Warmwasser um und steigert den Eigenverbrauch um 10-20 %
- Kosten ab 200 Euro (einfache Modelle) bis 900 Euro (intelligente Systeme mit Leistungsregelung)
- Amortisation in nur 1-3 Jahren bei einem 4-Personen-Haushalt
- Besonders sinnvoll als Ergänzung zur PV-Anlage, wenn bereits ein Warmwasserspeicher vorhanden ist
- Alternative: Eine Brauchwasserwärmepumpe ist effizienter, kostet aber das 5- bis 10-Fache
Wie funktioniert ein PV-Heizstab für Warmwasser?
Ein PV-Heizstab ist ein elektrisches Heizelement, das direkt in Ihren Warmwasserspeicher eingebaut wird. Sobald Ihre Photovoltaikanlage mehr Strom erzeugt als Ihr Haushalt verbraucht, aktiviert sich der Heizstab automatisch und erwärmt das Wasser im Speicher.
Das Prinzip ist einfach: Statt den überschüssigen Solarstrom für nur rund 8 Cent pro kWh ins Netz einzuspeisen, nutzen Sie ihn selbst und sparen sich den teuren Netzstrom von aktuell über 36 Cent pro kWh.
AC-Heizstab vs. DC-Heizstab
Bei der Wahl eines PV-Heizstabs für die Warmwasserbereitung stehen zwei Technologien zur Verfügung:
| Merkmal | AC-Heizstab | DC-Heizstab |
|---|---|---|
| Stromquelle | Wechselstrom (nach Wechselrichter) | Gleichstrom (direkt vom Modul) |
| Installation | Einfach, an bestehende PV-Anlage | Eigener Strang direkt vom Dach |
| Leistungsregelung | Stufenlos (mit Energiemanager) | Abhängig von Sonneneinstrahlung |
| Effizienz | Sehr hoch (inkl. Wechselrichterverluste) | Höchste Effizienz (kein Wechselrichter nötig) |
| Geeignet für | Bestehende PV-Anlagen (Standard) | Balkonkraftwerke, Spezialanwendungen |
Tipp: Für die meisten Haushalte mit bestehender PV-Anlage ist ein AC-Heizstab die beste Wahl. Er lässt sich einfach über den EnergiemanagerEin Energiemanager steuert den Stromfluss im Haus und optimiert den Eigenverbrauch der PV-Anlage automatisch. in das bestehende System integrieren und regelt die Leistung stufenlos.
Was kostet ein PV-Heizstab?
Die Kosten für einen PV-Heizstab variieren stark je nach Leistung und Funktionsumfang. Hier ein Überblick aktueller Modelle und Preise:
| Kategorie | Beispiel-Modelle | Preis (ca.) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Einfach | Askoheat, Standard-Einschraubheizstab | 200 – 350 € | Feste Leistung (2-3 kW), Thermostat |
| Mittelklasse | Fothermo DC-Heizstab | 350 – 550 € | DC-Anschluss, ideal für Balkonkraftwerke |
| Premium | my-PV AC ELWA-2 | 600 – 900 € | Stufenlose Leistungsregelung, WLAN, App |
Hinzu kommen Installationskosten von 100 bis 200 Euro für einen Fachbetrieb. Die Gesamtinvestition für den PV-Heizstab liegt somit zwischen 300 und 1.100 Euro.
Kosten und Amortisation: Wann lohnt sich der PV-Heizstab?
Die Erfahrungen mit verschiedenen PV-Heizstab Modellen zeigen: Die Amortisationszeit ist bemerkenswert kurz, da die Kosten gering sind und die Einsparungen sofort einsetzen.
| Haushaltsgröße | Jährl. Ersparnis | Amortisation (einfach) | Amortisation (Premium) |
|---|---|---|---|
| 2 Personen | 200 – 300 € | ca. 1 Jahr | ca. 3 Jahre |
| 4 Personen | 350 – 500 € | unter 1 Jahr | ca. 2 Jahre |
| 6 Personen | 500 – 700 € | unter 1 Jahr | ca. 1,5 Jahre |
PV-Heizstab oder Brauchwasserwärmepumpe?
Eine häufige Frage lautet: Soll ich einen PV-Heizstab oder eine Brauchwasserwärmepumpe für die Warmwasserbereitung wählen? Beide nutzen Solarstrom, unterscheiden sich aber grundlegend in Kosten und Effizienz.
PV-Heizstab
- Kosten: 200 – 900 €
- Wirkungsgrad: ~100 % (Strom → Wärme)
- Voraussetzung: Warmwasserspeicher vorhanden
- Platzbedarf: Minimal
- Wartung: Nahezu wartungsfrei
Brauchwasserwärmepumpe
- Kosten: 2.000 – 4.000 €
- Wirkungsgrad: 300-400 % (COP 3-4)
- Voraussetzung: Aufstellraum nötig
- Platzbedarf: Eigenes Standgerät
- Wartung: Regelmäßig erforderlich
Empfehlung: Ein PV-Heizstab für Warmwasser lohnt sich besonders als günstige Ergänzung, wenn bereits ein Warmwasserspeicher vorhanden ist. Eine Brauchwasserwärmepumpe ist zwar effizienter, benötigt aber eine deutlich höhere Investition und mehr Platz.
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PV-Heizstab Erfahrungen aus der Praxis
Die Erfahrungen mit dem PV-Heizstab sind in den meisten Haushalten durchweg positiv. Ein konkretes Rechenbeispiel zeigt, welche Einsparungen realistisch möglich sind.
Rechenbeispiel: 4-Personen-Haushalt
- PV-Anlage: 10 kWp
- Heizstab: 2 kW (AC)
- Warmwasserspeicher: 200 Liter
- Täglicher Warmwasserbedarf: ca. 200 Liter bei 50 °C
Der Energiebedarf für die tägliche Warmwasserbereitung liegt bei rund 9 kWh. Mit einem PV-Heizstab lassen sich davon etwa 60-70 % durch Solarstrom decken, vor allem in den sonnenreichen Monaten von April bis September.
| Kostenart | Ohne PV-Heizstab | Mit PV-Heizstab |
|---|---|---|
| Solarstrom-Anteil | 0 kWh | ca. 2.100 kWh × 0,08 € = 168 € |
| Netzstrom-Anteil | 3.300 kWh × 0,36 € = 1.188 € | ca. 1.200 kWh × 0,36 € = 432 € |
| Gesamtkosten pro Jahr | 1.188 € | 600 € |
| Jährliche Ersparnis | – | ca. 588 € |
Laut den Aktuellen Fakten zur Photovoltaik des Fraunhofer ISE steigert ein PV-Heizstab den Eigenverbrauch einer typischen Anlage um 10 bis 20 Prozentpunkte. Diese Erfahrungen decken sich mit den Rückmeldungen unserer Kunden.
Wichtig: Die tatsächlichen Einsparungen hängen vom Standort, der Dachausrichtung und Ihrem Verbrauchsverhalten ab. Im Winter sinkt die solare Deckung deutlich, sodass ein konventioneller Warmwasserbereiter als Backup aktiv bleibt.
Installation und Voraussetzungen
Die Installation eines PV-Heizstabs für Warmwasser ist unkompliziert und dauert in der Regel nur wenige Stunden. Unsere Erfahrungen zeigen, dass sich ein PV-Heizstab in den meisten Warmwasserspeichern problemlos nachrüsten lässt. Folgende Voraussetzungen sollten erfüllt sein:
- Bestehende PV-Anlage (mind. 5 kWp empfohlen)
- Warmwasserspeicher mit freiem 1½-Zoll-Anschluss
- Elektrischer Anschluss in Speichernähe
- Energiemanager oder Smart-Meter (für intelligente Überschusssteuerung)
Die Installation sollte stets von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Neben dem Einbau des Heizstabs wird dieser an den Wechselrichter und das Energiemanagementsystem angebunden, um den Überschussstrom optimal zu nutzen.
Nach der Einrichtung arbeitet der PV-Heizstab vollautomatisch und nahezu wartungsfrei. Eine jährliche Sichtprüfung und bei kalkhaltigem Wasser eine Entkalkung alle 3 bis 5 Jahre genügen.
Häufig gestellte Fragen zum PV-Heizstab für Warmwasser
Für einen 2-kW-Heizstab empfehlen wir eine PV-Anlage ab 5 kWp. So bleibt auch an weniger sonnigen Tagen genug Überschuss für die Warmwasserbereitung. Bei größeren Heizstäben (3 kW) sollte die Anlage mindestens 7-8 kWp haben.
Ja, ein PV-Heizstab lohnt sich besonders ohne Batteriespeicher. Gerade dann fällt tagsüber viel ungenutzter Überschuss an, der sonst zu niedrigen Tarifen eingespeist würde. Der Warmwasserspeicher dient dabei als günstiger thermischer Energiespeicher.
In den meisten Fällen ja. Voraussetzung ist ein Warmwasserspeicher mit freiem Anschluss (1½ Zoll). Die Installation dauert nur wenige Stunden und ein Fachbetrieb kann die Kompatibilität mit Ihrer bestehenden PV-Anlage vorab prüfen.
Es kommt auf Ihre Situation an. Ein PV-Heizstab ist die kostengünstige Lösung ab 200 Euro mit einfacher Installation. Eine Brauchwasserwärmepumpe (2.000-4.000 Euro) arbeitet 3- bis 4-mal effizienter und rechnet sich bei hohem Warmwasserverbrauch. Für die meisten Eigenheimbesitzer mit PV-Anlage bietet der Heizstab das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.
Ja, aber eingeschränkt. Im Winter erzeugt Ihre PV-Anlage weniger Überschuss, sodass der Heizstab seltener anspringt. An sonnigen Wintertagen kann er dennoch einen Teil des Warmwassers erwärmen. Für die Wintermonate bleibt Ihre konventionelle Heizung als Backup aktiv.
Fazit: PV-Heizstab für Warmwasser lohnt sich fast immer
Ein PV-Heizstab ist die einfachste und günstigste Methode, Ihren Eigenverbrauch zu steigern und gleichzeitig die Kosten für Warmwasser zu senken. Bei einer Investition ab 300 Euro und jährlichen Einsparungen von 300 bis 600 Euro amortisiert sich die Anschaffung häufig innerhalb von ein bis zwei Jahren.
Besonders empfehlenswert ist der Photovoltaik-Heizstab für Warmwasser, wenn Sie bereits eine PV-Anlage und einen Warmwasserspeicher besitzen. Unsere Erfahrungen bestätigen: Nahezu jede PV-Anlage profitiert von einem PV-Heizstab als Ergänzung.
Lassen Sie sich von einem Fachbetrieb beraten, welche Lösung für Ihre Situation am besten passt.
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