Modernes Einfamilienhaus mit Photovoltaikanlage auf dem Dach in einer typischen NRW Wohngegend bei sonnigem Wetter
Bild: Modernes Einfamilienhaus mit Photovoltaikanlage auf dem Dach in einer typischen NRW Wohngegend bei sonnigem Wetter | © ENnergy GmbH

Die Förderung für PV Anlagen in NRW 2026 konzentriert sich auf neue Schwerpunkte: Während das bekannte progres.nrw-Programm für Standard-Dachanlagen pausiert, bieten kommunale Programme und starke Bundesförderungen attraktive Möglichkeiten für Ihre Solaranlage.

Ob Sie als Privatperson, Unternehmen oder Vermieter in Photovoltaik investieren möchten – die Solarförderung NRW und bundesweite Programme unterstützen Sie dabei, Ihr Solarprojekt wirtschaftlich umzusetzen. Besonders Mehrfamilienhäuser und Mieterstrom-Modelle stehen 2026 im Fokus der Förderung. In diesem Beitrag erfahren Sie alles über die aktuellen Förderprogramme, Zuschüsse und Alternativen für PV Anlagen in NRW.

Das Wichtigste in Kürze

  • progres.nrw Status: Standard-PV für Privat nicht verfügbar, Spezialförderungen nach Förderpause wieder aktiv
  • Kommunale Programme: Köln und Bonn aktiv, Düsseldorf pausiert, Essen gestoppt
  • Bundesförderung stark: 0% Mehrwertsteuer bis 30 kWp, EEG-Vergütung 7,78 Cent/kWh
  • Neuer Fokus 2026: Mieterstrom und Mehrfamilienhäuser werden verstärkt gefördert
  • KfW-Kredit: Zinssätze ab 3,39% für PV-Anlagen und Speicher

Welche Förderungen gibt es 2026 für PV Anlagen in NRW?

Die Förderlandschaft für Photovoltaik in NRW hat sich 2026 weiter verändert. progres.nrw bietet für private Dachanlagen auf Einfamilienhäusern keine direkte Förderung für Solaranlagen. Stattdessen entstehen neue Möglichkeiten durch kommunale PV Förderung in NRW, starke Bundesförderungen und einen neuen Fokus auf Mieterstrom.

Zu den wichtigsten Aspekten der aktuellen Förderung für PV Anlagen in NRW gehören:

  • Landesweite Programme: progres.nrw für Spezialanwendungen (Agri-PV, Floating-PV, Fassaden-PV)
  • Kommunale Förderprogramme: Köln und Bonn mit aktiven Programmen
  • Neuer Schwerpunkt: Förderung für Mehrfamilienhäuser und Mieterstrom
  • Bundesförderung: 0% Mehrwertsteuer, EEG-Vergütung, KfW-Kredite
  • Kombination möglich: Kommunale + Bundesförderung kombinierbar

Wie ist der aktuelle Status von progres.nrw 2026?

Hinweis: progres.nrw befindet sich seit dem 10.12.2025 in einer Förderpause. Die Wiederöffnung ist für Februar 2026 geplant. Für private Dachanlagen auf Einfamilienhäusern gibt es über progres.nrw keine Förderung.

Förderbereich Status 2026 Förderhöhe Zielgruppe
Standard PV-Dachanlagen (EFH) Nicht verfügbar
Batteriespeicher (Privat) Eingestellt seit 2022
Agri-Photovoltaik Aktiv bis 25%, max. 1 Mio. Euro Unternehmen, Landwirte
Floating-Photovoltaik Aktiv bis 25%, max. 1 Mio. Euro Unternehmen, Kommunen
Fassaden-PV (BIPV) Aktiv 350 Euro/kWp, max. 50.000 Euro Alle
Freiflächen-PV Aktiv 15-20%, max. 500.000 Euro Unternehmen, Kommunen
Hauselektrik MFH Aktiv 45%, max. 20.000 Euro Vermieter, WEG
Wallbox (MFH/WEG) Aktiv 40%, max. 1.500 Euro/Ladepunkt Vermieter, WEG
Aktuelle progres.nrw Programme

Welche Städte in NRW fördern PV Anlagen 2026?

Die kommunale Solarförderung spielt 2026 eine zentrale Rolle für PV-Anlagen in NRW. Einige Städte haben aktive Programme, andere sind pausiert oder eingestellt. Hier der aktuelle Überblick:

Status der kommunalen Programme

Stadt Status EFH-Förderung MFH-Förderung Speicher
Köln Aktiv (8 Mio. Euro Budget) bis 2.500 Euro bis 2.500 Euro bis 1.300 Euro
Bonn Aktiv 100 Euro/kWp 300 Euro/kWp
Aachen Aktiv (nur MFH/Gewerbe) Nicht verfügbar 200 Euro/kWp 100 Euro/kWh
Düsseldorf Pausiert (Novellierung)
Essen Gestoppt seit 07/2025

Köln: Aktives Förderprogramm mit 8 Mio. Euro Budget

Kategorie Leistungsspanne Förderpauschale
PV-Anlage 2-5 kWp 1.500 Euro
5-9 kWp 2.000 Euro
9-14 kWp 2.300 Euro
über 14 kWp 2.500 Euro
Batteriespeicher 3-7 kWh 500 Euro
7-11 kWh 1.000 Euro
über 11 kWh 1.300 Euro
Balkonkraftwerk 600-2.000 Wp 150 Euro (300 Euro mit Köln-Pass)

Wichtig: Erst nach Zuwendungsbescheid darf beauftragt werden (Ausnahme: Balkonkraftwerke).

Kölner Förderprogramm

Bonn: Solares Bonn mit Modul-System

Das Bonner Förderprogramm “Solares Bonn” bietet verschiedene Module für unterschiedliche Gebäudetypen:

Modul Beschreibung Förderung
M1 “Macht die Dächer voll” (bis 3 WE) 100 Euro/kWp
M2 Mehrfamilienhäuser (ab 4 WE) 300 Euro/kWp
M3 Sozialer Wohnungsbau 300 Euro/kWp + 200 Euro Bonus/Restbindungsjahr
M4 Fassadenanlagen 300 Euro/kWp
M5 Denkmalgeschützte Gebäude 200 Euro/kWp

Zusätzliche Boni: Dachbegrünung +100 Euro/kWp, Mieterstrom +10 Euro/kWp pro Wohneinheit. Max. Gesamtförderung: 25.000 Euro.

Besonderheit: Antrag vor ODER nach Installation möglich (spätestens 3 Monate nach Rechnung).

Solares Bonn Förderprogramm

Aachen: Nur noch für Mehrfamilienhäuser und Gewerbe

Das Aachener Programm wurde im Oktober 2025 neu aufgelegt, fördert aber nur noch Mehrfamilienhäuser und kleine/mittlere Unternehmen (KMU):

  • MFH PV-Anlage: 200 Euro/kWp (max. 10.000 Euro)
  • MFH Batteriespeicher: 100 Euro/kWh (max. 5.000 Euro)
  • KMU Dachgutachten: 90% der Kosten (max. 4.000 Euro)
  • KMU PV-Anlage: 100 Euro/kWp (max. 10.000 Euro)

Achtung: Für Einfamilienhäuser gibt es in Aachen keine Förderung mehr!

Düsseldorf und Essen: Aktuell keine Förderung

Düsseldorf: Das Programm “Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten” wird derzeit novelliert. Neue Anträge sind aktuell nicht möglich. Die letzte Förderung bot bis zu 10.000 Euro für PV-Anlagen und 30% Kombinations-Bonus.

Essen: Das Solarförderprogramm wurde im Juli 2025 aufgrund der Haushaltslage gestoppt. Die Stadt verweist auf Bundes- und Landesförderung (KfW, progres.nrw).

Tipp: Prüfen Sie auch kleinere Kommunen in Ihrer Region. Viele entwickeln eigene Programme oder planen Neuauflagen für 2026.

Welche bundesweiten Förderungen gibt es für PV Anlagen?

Die bundesweiten Förderungen sind 2026 die wichtigste Säule für Privatpersonen in NRW. Sie gelten unabhängig von kommunalen Programmen und bieten erhebliche finanzielle Vorteile.

Welche steuerlichen Vorteile gibt es für PV-Anlagen?

Seit 2023 profitieren Betreiber von PV Anlagen von erheblichen steuerlichen Erleichterungen:

  • 0% Mehrwertsteuer: Kauf und Installation von PV-Anlagen bis 30 kWp komplett ohne Umsatzsteuer
  • Einkommensteuerbefreiung: Einnahmen aus Anlagen bis 30 kWp sind steuerfrei
  • Maximale Grenze: Bis 100 kWp pro Steuerpflichtigem möglich
  • Rückwirkend: Gilt für alle Anlagen ab 2022
Mehr zur Mehrwertsteuer-Befreiung

Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?

Die EEG-Einspeisevergütung ist eine der wichtigsten Förderungen für Photovoltaik. Für Anlagen, die ab Februar 2026 in Betrieb genommen werden, gelten folgende Vergütungssätze:

Anlagengröße Teileinspeisung Volleinspeisung
bis 10 kWp 7,78 Ct/kWh 12,34 Ct/kWh
10-40 kWp 6,73 Ct/kWh 10,35 Ct/kWh

Hinweis: Die Vergütungssätze werden halbjährlich um 1% gesenkt. Nächste Absenkung: 1. August 2026.

Aktuelle Einspeisevergütung 2026

Welche KfW-Programme gibt es für PV-Anlagen?

Die KfW bietet zinsgünstige Kredite für die Finanzierung von PV Anlagen:

KfW 270: Erneuerbare Energien – Standard

  • Zinssätze: 3,39% – 10,17% je nach Bonität (Stand: Februar 2026)
  • Finanzierung: Bis 100% der Investitionskosten
  • Laufzeiten: 5, 10, 20 oder 30 Jahre
  • Umfang: PV-Anlagen, Batteriespeicher, Wärmenetze
KfW-Förderprogramm 270

Hinweis: Das KfW-Programm 442 “Solarstrom für Elektroautos” wurde eingestellt. Neue Anträge sind nicht mehr möglich.

Warum werden Mehrfamilienhäuser 2026 stärker gefördert?

Ein zentraler Trend der Förderung für PV Anlagen in NRW 2026 ist der verstärkte Fokus auf Mehrfamilienhäuser und Mieterstrom. Vermieter und Wohnungseigentümergemeinschaften profitieren von speziellen Programmen:

progres.nrw für Mehrfamilienhäuser

  • Hauselektrik-Erneuerung: 45%, max. 20.000 Euro für die Vorbereitung auf PV + Mieterstrom
  • Wallbox (MFH/WEG): 40%, max. 1.500 Euro pro Ladepunkt
  • Voraussetzung: Ökostrom-Vertrag oder PV-Anlage am Gebäude

Mieterstrom-Förderung

Für die Umsetzung von Mieterstrom-Modellen gibt es spezielle Förderungen:

  • Intelligente Messtechnik: 40% bis 4.000 Euro
  • Abrechnungssystem: Bis 30.000 Euro pro Vorhaben
  • EEG-Mieterstromzuschlag: Zusätzliche Vergütung für Mieterstrom
Mehr zum PV Mieterstrommodell

Kommunale Boni für Mehrfamilienhäuser

  • Bonn: 300 Euro/kWp statt 100 Euro/kWp für EFH, plus Mieterstrom-Bonus
  • Aachen: Exklusiv für MFH verfügbar (200 Euro/kWp)
  • Köln: Gleiche Konditionen wie EFH, aber Kombination mit Mieterstrom möglich
PV-Anlage für Mehrfamilienhaus

Tipp für Vermieter: Neben der Förderung können Sie die Investition in eine Solaranlage auch steuerlich geltend machen. Mehr zu Steuervorteilen für Vermieter

Wie Sie die Förderung für PV Anlagen in NRW beantragen

Die Beantragung der Förderung kann je nach Programm variieren. Hier finden Sie eine allgemeine Anleitung:

Schritt-für-Schritt Anleitung

Schritt 1: Förderprogramme prüfen

  • Prüfen Sie verfügbare kommunale Programme in Ihrer Stadt
  • Bundesförderung (Steuervorteile, EEG) gilt automatisch
  • Bei KfW-Kredit: Antrag bei Ihrer Hausbank stellen

Informieren Sie sich über aktuelle Fristen und Budgets der kommunalen Programme.

Wichtiger Hinweis: Die Antragstellung muss (mit Ausnahme von Bonn) immer vor Beginn der Maßnahme erfolgen. Bereits begonnene Projekte können nicht mehr gefördert werden.

Kostenlose Förderberatung für Ihre PV-Anlage

Lassen Sie uns gemeinsam die optimale Förderung für Ihr Photovoltaik-Projekt finden. Wir prüfen alle verfügbaren Programme in Ihrer Kommune und unterstützen Sie bei der Antragsstellung.

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Häufige Fragen zur Förderung PV Anlage NRW 2026

Die wichtigsten Antworten zur aktuellen Fördersituation in Nordrhein-Westfalen.

Ja, es gibt weiterhin Förderung für PV Anlagen in NRW 2026. Während progres.nrw für private Dachanlagen nicht verfügbar ist, bieten Köln und Bonn aktive kommunale Programme. Zusätzlich profitieren alle von der Bundesförderung: 0% Mehrwertsteuer, EEG-Einspeisevergütung und KfW-Kredite.

Was sollten Sie jetzt zur PV Förderung in NRW tun?

Die Fördersituation für PV Anlagen in NRW 2026 erfordert ein Umdenken: Während progres.nrw für private Dachanlagen nicht zur Verfügung steht, bieten Bundesförderung und ausgewählte kommunale Programme weiterhin attraktive Möglichkeiten.

Die wichtigsten Handlungsempfehlungen:

  1. Bundesförderung nutzen: 0% Mehrwertsteuer spart ca. 19% der Kosten – gilt für alle ohne Antrag
  2. Kommunale Programme prüfen: In Köln und Bonn gibt es aktive Förderung mit attraktiven Konditionen
  3. Frühzeitig handeln: Kommunale Budgets sind begrenzt – wer zuerst kommt, wird gefördert
  4. Für MFH-Besitzer: Nutzen Sie den neuen Förderschwerpunkt für Mieterstrom
  5. Professionell beraten lassen: Experten kennen alle aktuellen Möglichkeiten

Die Photovoltaik Förderung NRW 2026 zeigt: Der Weg zur eigenen Solaranlage ist auch ohne das klassische Landesprogramm wirtschaftlich attraktiv. Mit der richtigen Kombination aus Bundesförderung und kommunalen Zuschüssen erreichen Sie weiterhin gute Konditionen für Ihre Investition in erneuerbare Energie.

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Wir helfen Ihnen dabei, alle verfügbaren Fördermöglichkeiten zu identifizieren und optimal zu kombinieren. Von der Beratung über die Antragsstellung bis zur Installation – alles aus einer Hand.

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