Häufige Fehler bei Solaranlagen kosten Hausbesitzer jedes Jahr tausende Euro – dabei lassen sich die typischen Fehler bei der Photovoltaik mit dem richtigen Wissen leicht vermeiden. Wer eine Solaranlage kaufen möchte, sollte beachten, welche Stolperfallen von der Planung bis zur Inbetriebnahme lauern. Unsere 10 praxiserprobten Photovoltaik Tipps helfen Ihnen, Ihre Photovoltaikanlage von Anfang an richtig aufzustellen.
Von der falschen Dimensionierung über mangelhafte Komponenten bis hin zu vergessenen Meldepflichten: Dieser Ratgeber zeigt Ihnen die häufigsten Fehlerquellen beim PV-Kauf und wie Sie jede einzelne sicher umgehen.
Das Wichtigste in Kürze
- Häufige Fehler bei Solaranlagen entstehen durch mangelhafte Planung und zu günstige Komponenten
- Eine professionelle Dachprüfung und realistische Wirtschaftlichkeitsberechnung sind Pflicht
- Speicherlösung, Versicherung und Meldepflichten von Anfang an mitdenken
- Regionale Fachbetriebe bieten besseren Service als reine Online-Anbieter
- Das Solarspitzengesetz bringt 2026 neue Regelungen – informieren Sie sich rechtzeitig
Welche Fehler bei Solaranlagen sind am häufigsten?
Ob Privathaushalte oder Gewerbetreibende – die Fehler bei Solaranlagen wiederholen sich. Die folgenden zehn Punkte sind die häufigsten Stolperfallen, die wir als Photovoltaik-Fachbetrieb in der Praxis sehen. Mit den richtigen Tipps für Ihre Solaranlage vermeiden Sie jede einzelne davon.
1. Solaranlage zu klein dimensioniert
Der häufigste Fehler: Die Anlage wird nur auf den aktuellen Stromverbrauch ausgelegt. Wer später eine Wärmepumpe oder ein E-Auto anschafft, braucht deutlich mehr Leistung. Planen Sie mindestens 20–30 % Reserve ein.
Praxistipp: Eine typische 4-köpfige Familie benötigt 8–10 kWp. Mit Wärmepumpe und E-Auto steigt der Bedarf auf 12–15 kWp. Lieber heute größer planen als morgen teuer nachrüsten.
2. Billige Komponenten – ein teurer Fehler
Gerade in Zeiten hoher Nachfrage locken günstige Angebote mit No-Name-Modulen und Wechselrichtern ohne Langzeitgarantie. Qualitativ hochwertige Solarmodule haben eine Leistungsgarantie von mindestens 25 Jahren und maximal 0,4 % Degradation pro Jahr. Unser Photovoltaik Tipp: Achten Sie auf Hersteller mit nachweisbarer Marktpräsenz und IEC-Zertifizierung.
3. Dacheignung nicht professionell geprüft
Nicht jedes Dach ist ohne Weiteres für Photovoltaik geeignet – wer die Prüfung überspringt, riskiert einen der teuersten Fehler bei Solaranlagen. Statik, Ausrichtung, Neigungswinkel und Verschattung müssen vorab professionell begutachtet werden. Eine gründliche Planung der Photovoltaikanlage schließt immer eine Dachanalyse ein.
| Prüfpunkt | Worauf achten |
|---|---|
| Statik | Tragfähigkeit für Zusatzlast (15–25 kg/m²), Schnee- und Windlasten |
| Ausrichtung | Süd optimal, Ost-West möglich, reiner Norden nur bei Spezialmodulen |
| Verschattung | Bäume, Schornsteine, Nachbargebäude – auch im Tagesverlauf prüfen |
| Dachzustand | Restnutzungsdauer mind. 25 Jahre, sonst vorher sanieren |
4. Warum ist die Wirtschaftlichkeitsrechnung oft fehlerhaft?
Eine häufige Fehlerquelle bei der Photovoltaik ist eine zu optimistische Wirtschaftlichkeitsrechnung. Viele Interessenten berücksichtigen nur die Einspeisevergütung und vergessen wichtige Kostenfaktoren. Bevor Sie eine Solaranlage kaufen, sollten Sie bei der Kalkulation unbedingt beachten: Eigenverbrauchsquote, Moduldegradation, Wartungskosten und einen möglichen Wechselrichtertausch nach 12–15 Jahren.
5. Warum sollten Sie sofort einen Speicher einplanen?
Ein weiterer häufiger Fehler bei Solaranlagen: den Speicher vergessen. Ohne Batteriespeicher nutzen Sie nur etwa 30 % des erzeugten Stroms selbst. Mit Speicher steigt der Eigenverbrauch auf bis zu 80 %. Laut dem Fraunhofer ISE amortisiert sich ein gut dimensionierter Speicher bei optimaler Nutzung bereits nach 10–12 Jahren. Besonders mit dynamischen Stromtarifen wird ein Speicher wirtschaftlich noch attraktiver. Ein wichtiger Photovoltaik Tipp: Planen Sie den Speicher von Anfang an mit ein, da eine Nachrüstung deutlich teurer wird.
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6. Falschen Photovoltaik-Installateur beauftragt
Der günstigste Anbieter ist selten der beste – einer der wichtigsten Photovoltaik Tipps überhaupt. Achten Sie auf einen Handwerksrolleneintrag, nachweisbare Referenzprojekte in Ihrer Region und transparente Garantiebedingungen. Ein regionaler Fachbetrieb bietet kürzere Reaktionszeiten bei Störungen und persönliche Betreuung über die gesamte Lebensdauer Ihrer Anlage.
Tipp: Vergleichen Sie nicht nur den Preis – achten Sie auf Garantien, Erfahrung und Erreichbarkeit. In unserem Photovoltaik Anbieter Vergleich finden Sie eine ausführliche Checkliste für die Anbieterwahl.
7. Fehlender Versicherungsschutz für Solaranlagen
Viele Betreiber verlassen sich auf ihre Gebäudeversicherung – doch die deckt Photovoltaikanlagen oft nur eingeschränkt ab. Eine spezielle Allgefahrenversicherung schützt gegen Sturm, Hagel, Überspannung, Diebstahl und Tierverbiss. Die Kosten liegen bei etwa 50–100 Euro pro Jahr und schützen eine Investition von mehreren tausend Euro. Welche Versicherungsarten es gibt und worauf Sie achten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber zur PV-Versicherung.
8. Meldepflichten bei Solaranlagen ignoriert
Auch bei den Formalitäten passieren typische Fehler bei der Photovoltaik. Jede Anlage muss beim Netzbetreiber angemeldet und im MarktstammdatenregisterDas Marktstammdatenregister (MaStR) ist das zentrale Register der Bundesnetzagentur für alle Strom- und Gaserzeugungsanlagen in Deutschland. eingetragen werden. Wer die Fristen versäumt, riskiert den Verlust der Einspeisevergütung. Seriöse Installationsbetriebe übernehmen die Anmeldung für Sie.
9. Zukunftsplanung der Solaranlage vergessen
Die Energiewende schreitet schnell voran. Planen Sie Ihre Photovoltaikanlage so, dass spätere Erweiterungen möglich bleiben: Schnittstellen für Speichernachrüstung, Wallbox-Vorbereitung und ein smartes Energiemanagement. So vermeiden Sie teure Nachrüstungen und machen Ihre Solaranlage zukunftssicher.
10. Vertrag nicht geprüft – ein vermeidbarer Fehler
Bevor Sie Ihre Solaranlage kaufen, beachten Sie unbedingt das Kleingedruckte: Sind Produkt- und Leistungsgarantien klar geregelt? Gibt es eine Installations- und Montagegarantie? Sind Wartung und Inspektion im Angebot enthalten? Lassen Sie sich nicht von Pauschalangeboten blenden – Details in den Vertragsbedingungen machen den Unterschied.
Welche Photovoltaik Tipps helfen Fehler bei Solaranlagen zu vermeiden?
Wer eine Solaranlage kaufen möchte, sollte neben den genannten Fehlern auch diese praktischen Photovoltaik Tipps beachten, um den Kaufprozess sicher zu gestalten:
- Mindestens drei Angebote regionaler Fachbetriebe einholen und vergleichen
- Referenzprojekte besichtigen und mit bestehenden Kunden sprechen
- Unabhängige Beratung nutzen – etwa bei der Verbraucherzentrale
- Fördermöglichkeiten vorab prüfen (KfW, BAFA, kommunale Programme)
- Schriftliches Angebot mit allen Komponenten, Garantien und Nebenkosten verlangen
- Inbetriebnahmeprotokoll und vollständige Dokumentation einfordern
Was sollten Sie beachten, wenn Sie 2026 eine Solaranlage kaufen?
Das Solarspitzengesetz bringt 2026 neue Regelungen. Wenn Sie eine Solaranlage kaufen, sollten Sie diese Änderungen unbedingt beachten:
- Wirkleistungsbegrenzung: Neue Regelungen zur Einspeisung bei Netzüberlastung – Anlagen mit intelligenter Steuerung sind im Vorteil
- Vereinfachte Netzanmeldung: Schnellere Inbetriebnahme durch digitalisierte Prozesse
- Dynamische Stromtarife: Pflichtangebot der Energieversorger seit 2025 – ein Speicher macht diese besonders lukrativ
Gut zu wissen: Die Einspeisevergütung sinkt weiterhin halbjährlich. Je früher Sie Ihre Anlage in Betrieb nehmen, desto höher der garantierte Vergütungssatz für 20 Jahre.
Häufig gestellte Fragen zu Fehlern bei Solaranlagen
Die Amortisation liegt typischerweise zwischen 8 und 12 Jahren. Entscheidende Faktoren sind Anlagengröße, Eigenverbrauchsquote, Strompreisentwicklung und ob ein Batteriespeicher vorhanden ist. Mit steigenden Strompreisen und hohem Eigenverbrauch verkürzt sich die Amortisationszeit deutlich.
Achten Sie auf drei Garantiearten: Produktgarantie für Module (mind. 12 Jahre), Leistungsgarantie (25–30 Jahre mit max. 0,4 % Degradation pro Jahr) und Wechselrichtergarantie (mind. 10 Jahre). Zusätzlich sollte der Installateur eine Montagegarantie bieten.
In den meisten Fällen ja. Ein Speicher steigert den Eigenverbrauch von etwa 30 % auf bis zu 80 % und macht Sie unabhängiger von steigenden Strompreisen. Besonders in Kombination mit dynamischen Stromtarifen rechnet sich ein Speicher schneller. Wenn die Nachrüstung später teurer ist, lohnt sich die direkte Installation.
Achten Sie auf Handwerksrolleneintrag, Referenzprojekte in Ihrer Region und transparente Garantiebedingungen. Holen Sie mindestens drei Vergleichsangebote ein. Ein regionaler Fachbetrieb bietet in der Regel bessere Erreichbarkeit und schnelleren Service als überregionale Online-Anbieter.
Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 4 Personen empfehlen sich 8–10 kWp. Planen Sie Wärmepumpe oder E-Auto, sollten es 12–15 kWp sein. Grundsätzlich gilt: Nutzen Sie die verfügbare Dachfläche möglichst vollständig, da die Mehrkosten pro Modul gering sind und sich der höhere Ertrag langfristig auszahlt.
Jede PV-Anlage muss beim Netzbetreiber angemeldet und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur eingetragen werden. Die Anmeldung muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme erfolgen. Ohne Registrierung haben Sie keinen Anspruch auf Einspeisevergütung. Ein seriöser Installateur übernimmt diese Formalitäten in der Regel für Sie.
Fazit: Sorgfältige Planung vermeidet häufige Fehler bei Solaranlagen
Die Vermeidung dieser zehn häufigen Fehler bei Solaranlagen ist der Schlüssel zu einer wirtschaftlichen und langlebigen Photovoltaikanlage. Beherzigen Sie unsere Photovoltaik Tipps und nehmen Sie sich die Zeit, Angebote gründlich zu vergleichen. Mit einem erfahrenen Fachbetrieb und sorgfältiger Planung sichern Sie Ihre Investition langfristig ab – von der Dacheignung bis zum Vertrag.
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