Photovoltaik in der Landwirtschaft eröffnet Betrieben eine doppelte Chance: Stromkosten senken und gleichzeitig zusätzliche Einnahmen erzielen. Ob Solaranlage auf Scheune und Stall, Agri-PV mit Doppelnutzung oder Freiflächen-PV – die Möglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe sind vielfältig und wirtschaftlich attraktiv.
Große Dachflächen, hoher Eigenverbrauch und steigende Energiekosten machen eine PV-Anlage in der Landwirtschaft besonders rentabel. Wir bei ENnergy beraten Landwirte zu maßgeschneiderten Photovoltaik-Lösungen – von der Planung bis zur Installation. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Optionen es gibt und worauf Sie achten sollten.
Das Wichtigste in Kürze
- Landwirtschaftliche Betriebe profitieren von PV durch Eigenverbrauch und Einspeisevergütung
- Dachanlagen auf Scheunen, Ställen und Hallen sind der einfachste Einstieg in die Solarenergie
- Agri-PV ermöglicht die gleichzeitige Nutzung von Ackerflächen für Landwirtschaft und Stromerzeugung
- Förderungen über EEG, KfW-Kredite und Landesprogramme senken die Investitionskosten
- ENnergy bietet Beratung und Installation für landwirtschaftliche PV-Projekte aus einer Hand
Warum lohnt sich Photovoltaik in der Landwirtschaft?
Landwirtschaftliche Betriebe haben ideale Voraussetzungen für Solarenergie. Große, unverschattete Dachflächen auf Scheunen, Ställen und Lagerhallen bieten enormes Potenzial für Photovoltaikmodule. Gleichzeitig sorgen Melkmaschinen, Kühlanlagen, Lüftungssysteme und Beleuchtung für einen konstant hohen Stromverbrauch.
Diese Kombination aus großem Angebot und hoher Nachfrage macht eine Solaranlage in der Landwirtschaft besonders wirtschaftlich. Eigenverbrauchsquoten von 40–60 % sind realistisch – das bedeutet eine schnellere Amortisation als bei vielen Privathaushalten.
Gut zu wissen: Landwirte mit hohem Stromverbrauch (Melkroboter, Kühlung, Trocknung) profitieren besonders von PV. Je höher der Eigenverbrauch, desto schneller rechnet sich die Anlage.
Vorteile einer PV-Anlage für Landwirte
- Senkung der Betriebskosten durch Eigenverbrauch von Solarstrom
- Zusätzliche Einnahmen durch Einspeisung ins Netz
- Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen
- Verbesserung der CO₂-Bilanz des Betriebs
- Wertsteigerung der landwirtschaftlichen Immobilien
Welche PV-Anlagen eignen sich für landwirtschaftliche Betriebe?
Für Photovoltaik in der Landwirtschaft kommen drei Haupttypen infrage. Die Wahl hängt von Betriebsgröße, verfügbaren Flächen und individuellen Zielen ab.
Dachanlagen auf Scheunen, Ställen und Hallen sind der häufigste Einstieg in die Solarenergie für Landwirte. Vorhandene Gebäude werden genutzt – ohne Flächenverlust. Typische Anlagengrößen liegen zwischen 30 und 200 kWp.
- Keine zusätzliche Fläche nötig
- Meist genehmigungsfrei
- Hoher Eigenverbrauch möglich
- Verbessertes Stallklima durch Dämmwirkung der Module
Agri-PV (Agrophotovoltaik) kombiniert Ackerbau und Stromerzeugung auf derselben Fläche. Module werden aufgeständert oder vertikal installiert, sodass die landwirtschaftliche Nutzung erhalten bleibt.
- Doppelnutzung: Ernte und Strom von einer Fläche
- Pflanzenschutz vor Hagel und Starkregen
- Reduzierte Wasserverdunstung durch Beschattung
- Besondere EEG-Vergütung für Agri-PV-Anlagen
Freiflächen-PV nutzt weniger ertragreiche Böden für die Solarstromerzeugung. Diese Anlagen erzielen die höchsten Erträge, erfordern aber eine Baugenehmigung und einen Bebauungsplan.
- Höchste Stromerträge pro installiertem kWp
- Zusätzliche Pachteinnahmen für Landwirte
- Genehmigungspflichtig (Bebauungsplan nötig)
- Wirtschaftlich ab ca. 750 kWp
Photovoltaik auf landwirtschaftlichen Dächern
Die Installation von PV-Anlagen auf Stalldächern, Scheunen und Lagerhallen ist für die meisten Betriebe der beste Einstieg. Die Vorteile liegen auf der Hand: Große Dachflächen sind bereits vorhanden, eine Baugenehmigung ist in den meisten Fällen nicht erforderlich, und der erzeugte Strom kann direkt vor Ort verbraucht werden.
| Kriterium | Dachanlage | Agri-PV | Freifläche |
|---|---|---|---|
| Typische Größe | 30–200 kWp | ab 500 kWp | ab 750 kWp |
| Kosten pro kWp | 1.000–1.400 € | 800–1.200 € | 700–900 € |
| Genehmigung | Meist nicht nötig | Erforderlich | Erforderlich |
| Flächenverbrauch | Keiner | Minimal (Doppelnutzung) | Hoch |
| Eigenverbrauch | Hoch (40–60 %) | Mittel | Gering |
Besonders bei älteren Gebäuden ist die Statik ein wichtiger Faktor. ENnergy setzt bei schwierigen Dachkonstruktionen auf die ultraleichten Sunman eArc Module mit nur 2,8 kg/m² – so können auch ältere Scheunendächer problemlos mit Solarmodulen ausgestattet werden.
Zusätzlich profitieren Stalltiere von einem verbesserten Raumklima: Die Module wirken wie eine natürliche Dämmschicht, die Hitze im Sommer reduziert und Wärmeverlust im Winter verringert.
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Was ist Agri-PV und wie funktioniert es?
Agri-PVAgri-PV (Agrophotovoltaik) bezeichnet die gleichzeitige Nutzung von Ackerflächen für Landwirtschaft und Solarstromerzeugung. ist ein innovatives Konzept, das Solarenergie und Landwirtschaft auf derselben Fläche verbindet. Die Solarmodule werden so installiert, dass Pflanzen darunter oder dazwischen weiter angebaut werden können.
Laut einer Studie des Fraunhofer ISE beträgt das technische Potenzial für Agri-PV in Deutschland über 1.700 GWp. Die Stromgestehungskosten liegen zwischen 7 und 12 Cent pro kWh – damit ist Agri-PV bereits wettbewerbsfähig mit anderen erneuerbaren Energien.
Varianten von Agri-PV-Anlagen
Hochaufgeständert
Module werden in 5–6 Metern Höhe installiert. Darunter ist normale Bewirtschaftung mit Maschinen möglich. Besonders geeignet für schattentolerante Kulturen wie Beeren, Salat oder Kartoffeln.
Vertikal aufgestellt
Bifaziale Module stehen senkrecht zwischen den Ackerflächen. Sie erzeugen morgens und abends Strom und lassen sich gut mit Grünlandwirtschaft oder Beweidung kombinieren.
Vorteile von Agri-PV für Landwirte
- Doppelnutzung der Fläche: Ernte und Stromerzeugung auf einem Acker
- Pflanzenschutz: Module schützen vor Hagel, Starkregen und übermäßiger Sonneneinstrahlung
- Weniger Bewässerung: Beschattung reduziert die Wasserverdunstung um bis zu 20 %
- Biodiversität: Unter den Modulen entstehen Lebensräume für Insekten und Kleinlebewesen
- Zusätzliches Einkommen: PV-Erträge stabilisieren das Betriebsergebnis bei Ernteausfällen
Welche Förderungen gibt es für Solaranlagen in der Landwirtschaft?
Für Photovoltaik in der Landwirtschaft stehen verschiedene Förderprogramme zur Verfügung, die den Einstieg erleichtern:
| Förderprogramm | Art | Details |
|---|---|---|
| EEG-Einspeisevergütung | Laufende Vergütung | Feste Vergütung pro kWh für 20 Jahre, besondere Sätze für Agri-PV |
| KfW 270 | Förderkredit | Zinsgünstiger Kredit für Erneuerbare Energien, auch für PV auf landwirtschaftlichen Gebäuden |
| Landesprogramme | Zuschuss / Kredit | Z. B. progres.nrw in Nordrhein-Westfalen, variiert je nach Bundesland |
| GAP-Kompatibilität | Agrarförderung | Agri-PV-Flächen bleiben als landwirtschaftliche Fläche anerkannt |
Tipp: Agri-PV-Anlagen erhalten im EEG eine besondere Vergütung und die genutzten Flächen behalten ihren Status als landwirtschaftliche Fläche. Das bedeutet: keine Kürzung bei EU-Agrarförderungen.
ENnergy unterstützt Sie bei der Auswahl der passenden Förderprogramme und übernimmt die Antragstellung. Erfahren Sie mehr über unser Rundum-Sorglos-Paket.
Herausforderungen bei Photovoltaik in der Landwirtschaft
Trotz der vielen Vorteile gibt es auch Punkte, die bei der Planung einer PV-Anlage in der Landwirtschaft berücksichtigt werden müssen:
- Statik älterer Gebäude: Historische Scheunen und Ställe erfordern eine statische Prüfung. Leichtmodule wie Sunman eArc bieten hier eine Lösung.
- Netzanschluss: In ländlichen Gebieten kann der Netzanschluss aufwendiger sein. Frühzeitige Abstimmung mit dem Netzbetreiber ist wichtig.
- Genehmigungen bei Agri-PV: Agri-PV und Freiflächenanlagen sind genehmigungspflichtig. Die Anforderungen variieren je nach Bundesland und Kommune.
- Höhere Investitionskosten bei Agri-PV: Die Aufständerung macht Agri-PV teurer als Standard-Dachanlagen. Förderprogramme und die Doppelnutzung gleichen dies langfristig aus.
Wichtig: Eine sorgfältige Planung ist bei PV-Anlagen auf landwirtschaftlichen Gebäuden entscheidend. Lassen Sie Statik, Dachzustand und Netzanschluss vorab prüfen – ENnergy übernimmt diese Prüfung kostenlos im Rahmen der Erstberatung.
FAQ zu Photovoltaik in der Landwirtschaft
Die Kosten hängen von Anlagentyp und Größe ab. Dachanlagen auf landwirtschaftlichen Gebäuden kosten zwischen 1.000 und 1.400 € pro kWp. Bei einer typischen 100-kWp-Anlage auf einer Scheune liegt die Investition bei 100.000–140.000 €. Agri-PV-Anlagen kosten 800–1.200 € pro kWp, erfordern aber größere Mindestgrößen. Förderkredite der KfW senken die Finanzierungskosten zusätzlich.
Landwirte können die EEG-Einspeisevergütung nutzen, die für 20 Jahre eine feste Vergütung pro eingespeister kWh garantiert. Zusätzlich bietet die KfW mit dem Programm 270 zinsgünstige Kredite für PV-Anlagen. Je nach Bundesland gibt es weitere Förderprogramme, beispielsweise progres.nrw in Nordrhein-Westfalen. Für Agri-PV gelten besondere Vergütungssätze im EEG.
In den meisten Bundesländern sind Dachanlagen genehmigungsfrei, solange sie nicht in denkmalgeschützten Gebäuden oder Naturschutzgebieten installiert werden. Anders sieht es bei Agri-PV und Freiflächen-PV aus: Diese erfordern in der Regel eine Baugenehmigung und oft auch einen Bebauungsplan. ENnergy berät Sie zu den spezifischen Anforderungen in Ihrer Region.
Ja, der erzeugte Solarstrom kann direkt für den Betrieb von Melkrobotern, Kühlanlagen, Lüftung, Beleuchtung und Fütterungsautomaten genutzt werden. Der hohe Strombedarf tagsüber passt ideal zur Solarstromerzeugung. Mit einem Batteriespeicher lässt sich der Eigenverbrauch zusätzlich auf 60–80 % steigern.
Bei Agri-PV werden Solarmodule so installiert, dass die landwirtschaftliche Nutzung der Fläche erhalten bleibt – zum Beispiel durch Aufständerung oder vertikale Aufstellung. Die Fläche gilt weiterhin als Ackerland. Bei Freiflächen-PV wird die Fläche ausschließlich zur Stromerzeugung genutzt und verliert ihren Status als landwirtschaftliche Fläche. Agri-PV bietet daher den Vorteil, dass EU-Agrarförderungen bestehen bleiben.
Ein Batteriespeicher kann sinnvoll sein, wenn der Betrieb auch abends und nachts viel Strom verbraucht – etwa für Stallbeleuchtung oder Kühlung. Der Speicher erhöht den Eigenverbrauch und senkt die Stromkosten weiter. Bei Betrieben mit ohnehin hohem Tagesverbrauch (Melken, Füttern, Trocknen) ist der Mehrwert eines Speichers geringer, da der Solarstrom bereits direkt genutzt wird.
Fazit: Solarenergie und Landwirtschaft ergänzen sich ideal
Photovoltaik in der Landwirtschaft ist längst kein Nischenthema mehr. Ob Dachanlage, Agri-PV oder Freiflächen-PV – für jeden Betrieb gibt es eine passende Lösung. Die Kombination aus sinkenden Modulpreisen, attraktiven Förderungen und steigenden Stromkosten macht den Einstieg so lohnend wie nie.
ENnergy begleitet landwirtschaftliche Betriebe von der ersten Beratung über die Installation bis zum After-Sales-Service. Fordern Sie jetzt ein kostenloses Angebot an und erfahren Sie, wie viel Potenzial in Ihrem Betrieb steckt.
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