Die Solarpflicht betrifft 2026 so viele Hausbesitzer wie nie zuvor. Ab Januar 2026 müssen auch in NRW Eigentümer bei einer vollständigen Dacherneuerung eine Solaranlage installieren – und Schleswig-Holstein weitet die Pflicht auf Wohnungsneubauten aus. Insgesamt haben bereits neun Bundesländer verbindliche Regelungen für private Wohngebäude eingeführt.
Zusätzlich verschärft die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) den Druck: Deutschland muss bis Mai 2026 europaweit einheitliche Solarstandards umsetzen. In diesem Ratgeber erklären wir die Solarpflicht für Hausbesitzer verständlich – mit allen Bundesländern, Ausnahmen und konkreten Kosten.
Das Wichtigste in Kürze
- NRW ab 1.1.2026: Solarpflicht bei vollständiger Dacherneuerung – auch für Bestandsgebäude
- 9 Bundesländer haben eine Solarstrompflicht für private Wohngebäude (Neubau und/oder Sanierung)
- EU-Gebäuderichtlinie: Ab Ende 2026 Solarpflicht für neue öffentliche und gewerbliche Gebäude – ab 2029 für Wohnneubauten
- Bußgelder: Bis 5.000 € (Wohngebäude) bzw. bis 50.000 € (Gewerbegebäude) bei Nichtbeachtung
- 117 GW installierte PV-Leistung in Deutschland (Ende 2025) – Zubau von über 16 GW
- 0 % Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen gilt weiterhin unbefristet
Was ist die Solarpflicht?
Die Solarpflicht (auch SolarstrompflichtGesetzliche Vorgabe, bei bestimmten Bauvorhaben eine Solaranlage zu installieren oder PV-Pflicht genannt) ist eine gesetzliche Regelung der Bundesländer. Sie schreibt vor, dass bei Neubauten oder größeren Dachsanierungen eine Photovoltaikanlage installiert werden muss. Das Ziel: den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren.
Wen betrifft die Solarpflicht?
Die Solarstrompflicht kann verschiedene Gruppen betreffen:
- Bauherren von Neubauten: In vielen Bundesländern müssen Neubauten bereits eine Solaranlage haben
- Eigentümer bei Dachsanierung: Wer sein Dach komplett neu eindeckt, muss in einigen Ländern nachrüsten
- Gewerbetreibende: Für Nichtwohngebäude gelten häufig strengere Fristen
- Kommunen: Öffentliche Gebäude unterliegen oft einer erweiterten Solarpflicht
Gut zu wissen: In der Regel kann die Solarpflicht sowohl mit einer Photovoltaikanlage (Stromerzeugung) als auch mit Solarthermie (Wärmeerzeugung) erfüllt werden. PV-Anlagen sind jedoch die gängigste Lösung, weil sie wirtschaftlich attraktiver sind.
Solarpflicht in NRW 2026: Was Hausbesitzer jetzt wissen müssen
Für Eigentümer in Nordrhein-Westfalen bringt 2026 eine wichtige Änderung: Ab dem 1. Januar 2026 gilt die Solarpflicht in NRW auch für Bestandsgebäude bei vollständiger Dacherneuerung. Damit betrifft die PV-Pflicht erstmals auch ältere Gebäude.
Was genau gilt in NRW?
| Regelung | Details |
|---|---|
| Neubauten Nichtwohngebäude | Pflicht seit 1.1.2024 |
| Neubauten Wohngebäude | Pflicht seit 1.1.2025 |
| Bestand bei Dachsanierung | Pflicht ab 1.1.2026 bei vollständiger Neueindeckung |
| Kommunale Gebäude | Pflicht seit 1.7.2024 bei grundlegender Dachsanierung |
| Mindestgröße | 30 % der geeigneten Dachfläche (oder 3 kWp bei Ein-/Zweifamilienhäusern) |
Wichtig für NRW-Eigentümer: Einfache Reparaturen oder der Austausch einzelner Dachpfannen lösen die Solarpflicht nicht aus. Erst wenn die gesamte Dachhaut erneuert wird, greift die Pflicht. Für Ein- und Zweifamilienhäuser genügt bereits eine 3-kWp-Anlage.
Was bedeutet das für Ihre Dachsanierung?
Wenn Sie in NRW Ihr Dach komplett erneuern lassen, sollten Sie die Solaranlage direkt mitplanen. Das spart Kosten, weil das Gerüst bereits steht und die Dachdecker vor Ort sind. Als regionaler Anbieter aus Ennepetal berät die ENnergy GmbH Sie gerne bei der optimalen Kombination von Dachsanierung und PV-Anlage.
Informieren Sie sich auch über aktuelle Förderprogramme für Photovoltaik in NRW, die die Investition zusätzlich erleichtern.
Solarpflicht in Deutschland: Alle Bundesländer im Überblick
Die Solarpflicht in Deutschland ist nicht einheitlich geregelt. Jedes Bundesland hat eigene Vorschriften – von umfassender Pflicht bis gar keiner Regelung. Die folgende Tabelle zeigt den aktuellen Stand (Februar 2026):
| Bundesland | Neubau Wohngebäude | Dachsanierung Bestand | Neubau Gewerbe |
|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Ja, seit Mai 2022 | Ja, seit Januar 2023 | Ja, seit Januar 2022 |
| Bayern | Soll-Vorschrift (nicht verpflichtend) | Soll-Vorschrift (nicht verpflichtend) | Ja, seit März 2023 |
| Berlin | Ja, seit 2023 | Ja, bei Dachsanierung | Ja, seit 2023 |
| Brandenburg | Nein | Nein | Ja, seit 2024 (>50 m²) |
| Bremen | Ja, seit 2025 | Ja, seit 2024 | Ja, seit 2024 |
| Hamburg | Ja, seit 2023 | Ja, seit 2024 | Ja, seit 2023 |
| Hessen | Nein | Nein | Landeseigene Gebäude + Parkplätze >50 Stellplätze |
| Mecklenburg-Vorpommern | Nein | Nein | Nein (in Planung) |
| Niedersachsen | Ja, seit 2025 (>50 m² Dach) | Ja, seit 2025 | Ja, seit 2023 |
| Nordrhein-Westfalen | Ja, seit 2025 | Ja, ab 2026 bei Neueindeckung | Ja, seit 2024 |
| Rheinland-Pfalz | PV-Ready-Pflicht | Gewerbe + öffentl. Gebäude seit 2024 | Ja, seit 2024 |
| Saarland | Nein | Nein | Nein (in Planung) |
| Sachsen | Nein | Nein | Nein (in Planung) |
| Sachsen-Anhalt | Nein | Nein | Nein |
| Schleswig-Holstein | Ja, seit März 2025 | Nein | Ja, seit 2023 |
| Thüringen | Nein | Nein | Nein (in Planung) |
Hinweis: Die Regelungen können sich kurzfristig ändern. Informieren Sie sich bei den zuständigen Behörden Ihres Bundeslandes über den aktuellsten Stand. Stand: Februar 2026.
Wie verändert die EU-Gebäuderichtlinie die Solarpflicht?
Die überarbeitete EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) setzt neue Standards für ganz Europa. Deutschland muss die Richtlinie bis Mai 2026 in nationales Recht umsetzen. Die wichtigsten Fristen:
Ab Ende 2026
Solarpflicht für neue öffentliche und gewerbliche Gebäude über 250 m²
Ab Ende 2027
Pflicht bei umfassenden Renovierungen öffentlicher Gebäude über 2.000 m²
Ab Ende 2029
Solarpflicht für alle neuen Wohngebäude in der EU
Das bedeutet: Selbst Bundesländer ohne eigene Solarpflicht werden spätestens durch die EU-Vorgaben zur Einführung verpflichtet. Wer jetzt bereits freiwillig investiert, profitiert von aktuell günstigen PV-Anlagenpreisen und der unbefristeten 0 % Mehrwertsteuer.
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Was kostet die Erfüllung der Solarpflicht?
Die gute Nachricht: Die Kosten für Photovoltaikanlagen sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Dank 0 % Mehrwertsteuer und fallender Modulpreise ist die Erfüllung der Solarpflicht wirtschaftlich attraktiv.
| Anlagengröße | Preis pro kWp | Gesamtpreis (ohne Speicher) | Jährliche Ersparnis (ca.) |
|---|---|---|---|
| 3 kWp (Minimum NRW) | 1.300–1.500 € | 3.900–4.500 € | 400–550 € |
| 5 kWp | 1.200–1.400 € | 6.000–7.000 € | 650–900 € |
| 10 kWp | 870–1.100 € | 8.700–11.000 € | 1.200–1.700 € |
Bei Strompreisen von über 35 ct/kWh amortisiert sich eine typische Anlage in 8–12 Jahren. Danach produziert sie über 15 weitere Jahre nahezu kostenlosen Strom. Erfahren Sie mehr darüber, ob sich Photovoltaik 2026 lohnt.
Finanzieller Vorteil: Wer bis Ende 2026 eine PV-Anlage in Betrieb nimmt, sichert sich 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung nach dem EEG. Ab 2027 soll die feste Vergütung für neue kleine Anlagen abgeschafft werden. Mehr dazu im Solarspitzengesetz-Ratgeber.
Welche Ausnahmen gibt es von der Solarpflicht?
Die Solarpflicht gilt nicht ohne Einschränkungen. In allen Bundesländern sind Ausnahmen vorgesehen, wenn die Installation unzumutbar ist:
- Technische Gründe: Ungünstige Dachausrichtung (Nordseite), starke Verschattung oder mangelnde Statik
- Wirtschaftliche Unzumutbarkeit: Wenn die Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen
- Denkmalschutz: Bei denkmalgeschützten Gebäuden, wenn das äußere Erscheinungsbild beeinträchtigt wird
- Zu kleine Dachfläche: In einigen Ländern gilt eine Mindestgröße (z. B. 50 m² in Niedersachsen)
Achtung – Bußgelder: Wer die Solarpflicht für Hausbesitzer ohne triftigen Grund nicht erfüllt, riskiert Bußgelder. In NRW drohen bis zu 5.000 € für Einfamilienhäuser und bis zu 25.000 € für Mehrfamilienhäuser.
PV-Ausbau in Deutschland: Aktuelle Zahlen
Der Photovoltaik-Ausbau in Deutschland schreitet mit hohem Tempo voran. Die installierte Gesamtleistung hat sich in nur sechs Jahren mehr als verdoppelt:
| Jahr | Installierte Leistung (GW) | Zubau (GW) |
|---|---|---|
| 2020 | 53 | 4,8 |
| 2021 | 59 | 5,5 |
| 2022 | 66 | 7,5 |
| 2023 | 82 | 14,1 |
| 2024 | 100 | 17,1 |
| 2025 | 117 | ~16,4 |
Die Bundesregierung strebt einen jährlichen Zubau von 22 GW an, um bis 2030 insgesamt 215 GW installierte Leistung zu erreichen. Die Solarpflicht in den Bundesländern leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.
Häufige Fragen zur Solarpflicht
Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die PV-Pflicht in Deutschland.
Ja, ab dem 1. Januar 2026 gilt die Solarpflicht in NRW auch für Bestandsgebäude – allerdings nur, wenn die Dachhaut vollständig erneuert wird. Einfache Reparaturen oder der Austausch einzelner Ziegel lösen die Pflicht nicht aus. Für Ein- und Zweifamilienhäuser genügt eine PV-Anlage mit mindestens 3 kWp Leistung. Alternativ kann auch Solarthermie installiert werden.
Bei Verstößen gegen die Solarpflicht können Bußgelder verhängt werden. Die Höhe variiert je nach Bundesland: In Berlin bis zu 5.000 € für Wohngebäude und bis zu 50.000 € für Nichtwohngebäude. In NRW drohen bis zu 5.000 € für Einfamilienhäuser und bis zu 25.000 € für Mehrfamilienhäuser. Die Baubehörden prüfen die Einhaltung bei der Bauabnahme.
Ja, alle Bundesländer sehen Ausnahmen vor. Die Solarpflicht entfällt, wenn die Installation technisch nicht möglich ist (z. B. bei Norddach oder starker Verschattung), wirtschaftlich unzumutbar wäre oder das Gebäude unter Denkmalschutz steht. In einigen Ländern gibt es zudem Mindestgrößen für die Dachfläche (z. B. 50 m² in Niedersachsen).
Für die Mindestanforderung in NRW (3 kWp) liegen die Kosten bei 3.900–4.500 € inkl. Installation. Eine größere 10-kWp-Anlage kostet 8.700–11.000 €. Dank 0 % Mehrwertsteuer und möglicher Förderprogramme ist die Investition gut kalkulierbar. Die Amortisation dauert typischerweise 8–12 Jahre.
Eine Solaranlage steigert in der Regel den Wert Ihrer Immobilie. Käufer schätzen die langfristige Ersparnis bei den Stromkosten und die Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen. Außerdem entfällt für künftige Eigentümer die Nachrüstungspflicht – ein klarer Vorteil beim Verkauf.
Eine einheitliche Solarpflicht auf Bundesebene gibt es bisher nicht – die Regelungen sind Ländersache. Allerdings wird die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) spätestens ab 2029 eine Solarpflicht für alle neuen Wohngebäude in der gesamten EU vorschreiben. Deutschland muss die Richtlinie bis Mai 2026 in nationales Recht umsetzen.
Fazit: Solarpflicht als Chance nutzen
Die Solarpflicht weitet sich 2026 deutlich aus. Ob durch Landesgesetze oder die EU-Gebäuderichtlinie – immer mehr Eigentümer müssen in den kommenden Jahren eine Solaranlage installieren. Die gute Nachricht: Dank günstiger Anlagenpreise, 0 % Mehrwertsteuer und attraktiver Einspeisevergütung ist das kein Nachteil, sondern eine lohnende Investition.
- Prüfen Sie die Solarpflicht-Regelungen in Ihrem Bundesland
- Planen Sie Dachsanierung und Solaranlage gemeinsam
- Nutzen Sie Förderprogramme und die 0 % Mehrwertsteuer
- Sichern Sie sich bis Ende 2026 die feste Einspeisevergütung
- Lassen Sie sich von einem regionalen Fachbetrieb beraten
Solarpflicht erfüllen – mit ENnergy aus Ennepetal
Ob Neubau oder Dachsanierung: Wir beraten Sie persönlich, planen Ihre PV-Anlage und kümmern uns um die komplette Installation. Alles aus einer Hand.
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